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Müllchaos an der Playa de Palma: Warum sich so schnell nichts daran ändern wird

Übervolle Mülleimer, ein Arbeitskampf und eine neue Ausschreibung: An der Playa de Palma stapelt sich der Müll – und eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht

Die Playa de Palma ist derzeit total zugemüllt.

Die Playa de Palma ist derzeit total zugemüllt. / DM

Übervolle Mülleimer und leere Bierdosen mitten im Sand – die Playa de Palma ist seit Wochen in einem kümmerlichen Zustand. Daran wird sich in Kürze wohl auch nichts ändern. Denn nicht nur schreibt die Stadt Palma die Bewirtschaftung der Strände neu aus, es ist auch ein Arbeitskampf ausgebrochen.

Diesen haben die rund 60 Mitarbeiter des bisherigen Konzessionärs Mar de Mallorca angezettelt. Nachdem das Unternehmen durchblicken ließ, sich nicht mehr für die Bewirtschaftung der Playa de Palma bewerben zu wollen, stecken die Angestellten in einem arbeitsrechtlichen Limbo. Ihr bisheriger Arbeitgeber ist nicht mehr verantwortlich und bis eine neue Firma das Ruder übernimmt, kann es Monate dauern.

Findet sich eine neue Firma?

Falls sich denn überhaupt eine Firma findet, die sich freiwillig meldet. Denn nach Ansicht der Mitarbeiter hat das Rathaus mit den Anforderungen für den neuen Lizenznehmer über die Stränge geschlagen. Da hilft auch die Versicherung vonseiten des Rathauses nicht, dass der neue Strandbetreiber verpflichtet ist, die Mitarbeiter zu den bisherigen Konditionen zu übernehmen.

Bis ein möglicher neuer Konzessionär im April anfängt, werden die Strände nicht aufgeräumt und der Müll stapelt sich weiter. Besonders ab März könnte das zum großen Problem werden, wenn die Strandsaison so langsam anläuft. Laut den „Mar de Mallorca“-Angestellten ist es illegal, wenn sich die Stadtreinigung Emaya um diese Aufgabe kümmern würde.

Die neue Ausschreibung

Die Stadt Palma hatte die Ausschreibung für die fünf Strände (neben der Playa de Palma auch Ciutat Jardí, Cala Estància, Can Pere Antoni und Cala Major) im November veröffentlicht. Diese sah zahlreiche Neuerungen vor. So wird die Bewirtschaftung der Strände einzeln ausgeschrieben, statt dass wie in den vergangenen 30 Jahren ein Unternehmen die fünf Abschnitte unter seine Fittiche nimmt.

Auch gibt es Veränderungen bei den Service-Angeboten. An der Playa de Palma geht beispielsweise die Anzahl an Strandliegen von derzeit 6.000 auf künftig 4.436 zurück. Das liegt am verschwundenen Sand in den vergangenen Jahren. Für Aufsehen sorgten zudem die angestrebten Preissteigerungen, die ein vielfaches der bisherigen Tarife vorsehen.

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