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Ekel-Alarm auf Mallorca: An diesen Stränden ist das Wasser besonders dreckig

Laut dem „Informe Mar Balear 2026“ hat sich die Wasserqualität rund um die Inselgruppe in den vergangenen Jahren stark verschlechtert

Rote Fahne am Strand von Albercuix.

Rote Fahne am Strand von Albercuix. / DM

Redaktion MZ

Redaktion MZ

Die Zahl der gemeldeten Badeverbote und Warnungen wegen fäkaler Verschmutzung an Stränden auf Mallorca und den Nachbarinseln hat sich im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Das geht aus dem am Dienstag (13.1.) veröffentlichten Abschnitt des „Informe Mar Balear 2026“ hervor. Die Studie untersuchte den Zustand der Strände anhand von drei Kriterien: Wasserqualität, Nutzungsintensität und Belastung durch vor den Inseln ankernde Boote.

Demnach nahm die Wasserqualität auf den Balearen in den vergangenen Jahren kontinuierlich ab. Besonders betroffen waren im Jahr 2025 zwei Mallorca-Strände, Albercuix in Pollença und Cala Egos in Santanyí. Dort wurde die Wasserqualität als ungenügend eingestuft. Zudem wurde vergangenes Jahr die höchste Anzahl an mikrobiologischen Vorfällen registriert – insgesamt waren es 92. In 20 Fällen wurde das Baden ausdrücklich verboten, in 72 Fällen lediglich davon abgeraten. Die am stärksten betroffenen Gemeinden waren Sóller, Santanyí, Calvià (jeweils Mallorca) und Ciutadella (Menorca).

Zwischen 2020 und 2025 wurden insgesamt 396 Vorfälle registriert, davon 82 verursachten ein Badeverbot. Elf Gemeinden wiesen in jedem der sechs Jahre mindestens einen solchen Vorfall auf. Auf Mallorca waren es Santanyí, Calvià, Palma, Pollença, Manacor, Capdepera, Llucmajor und Alcúdia.

Die Wasserqualität an den Stränden der Balearen 2025.

Die Wasserqualität an den Stränden der Balearen 2025. / www.informemarbalear.org/playas

Bessere Qualität auf Formentera und Menorca

Während 70 Prozent der Strände 2025 eine „ausgezeichnete“ Wasserqualität zugeschrieben werden konnte, stieg der Anteil der Strände mit nur „guter“ oder „ausreichender“ Bewertung. Formentera und Menorca schnitten am besten ab, Ibiza und Mallorca schlechter. Auffällig aber wohl auch wenig überraschend ist, dass Strände von Städten und Küstenorten schlechtere Werte aufwiesen als naturbelassene Buchten.

Ein weiteres Problem stellt laut den aktuellen Daten die zunehmende Belastung durch Badegäste und Boote dar. Derzeit werden diese Daten nur für Menorca systematisch erfasst – eine Ausweitung dieser Überwachung auf die übrigen Inseln sei laut dem Bericht dringend notwendig, um die sensible Meeresumwelt und die Qualität der Strände langfristig zu schützen.

Gut zu wissen: Die mikrobiologischen Proben – insbesondere auf coliforme Bakterien – werden ausschließlich während der Sommermonate erhoben, also während der Hauptsaison. Außerhalb dieser Zeit gibt es keine offizielle Kontrolle. Denn vollständigen Bericht mit dem "Strand-Kapitel" können Sie hier einsehen.

Der „Informe Mar Balear“ ist ein gemeinschaftliches Projekt, das von allen Meeresforschungsinstitutionen der Balearen sowie zahlreichen öffentlichen und privaten Akteuren getragen wird. Ziel ist es, die bestmöglichen Daten über den Zustand des Balearenmeeres zusammenzuführen, um das Management der marinen Umwelt zu verbessern und Forschungslücken aufzudecken. Die erste Ausgabe erschien im Jahr 2020. /sw

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