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Gestrandete Boote in Pollença, gestrichene Fähr- und Flug-Verbindungen: die Auswirkungen des Sturmtiefs auf Mallorca

Fürs Wochenende hat der spanische Wetterdienst für Mallorca und die Küsten zahlreiche Warnstufen herausgegeben. Reisende sollten sich gut über ihre Fähr- oder Flug-Verbindungen informieren

Passagiere warten em Flughafen auf ihren Flug.

Passagiere warten em Flughafen auf ihren Flug. / Foto: Roberto Pfeil/dpa

Auf Mallorca jagd dieser Tage ein Sturmtief das andere. Der starke Wind im Zuge des Sturmtiefs Nils etwa hat dafür gesorgt, dass in Port de Pollença zahlreiche Boote gestrandet sind. Der Vorfall macht einmal mehr das seit Jahren bestehende Problem der illegalen Ankerplätze in der Bucht deutlich.

Eines der verlassenen und gestrandeten Seegelboote in der Bucht von Pollença.

Eines der verlassenen und gestrandeten Seegelboote in der Bucht von Pollença. / Arrels Marines

Die Naturschutzorganisation Arrels Marines informierte das Rathaus der Gemeinde über die neuen Fälle und betonte dabei auch, das das „unkontrollierte Ankern“ nicht nur illegal sei, sondern auch gefährlich. Ein Segelboot habe zwar nicht den Strand erreicht, es sei aber in die Badezone nahe dem Hafen und der Militärbasis getrieben. Neben diesem Boot haben die Umweltschützer ein weiteres registriert, das nach dem Schleifen seines Ankers entlang des Meeresbodens ebenfalls in den Badebereich geraten sei. Außerdem sei ein Schlauchboot vollgelaufen und infolge des Sturms zum Teil untergegangen.

Das Schlauchboot füllte sich mit Wasser und ging teilweise unter.

Das Schlauchboot füllte sich mit Wasser und ging teilweise unter. / Arrels Marines

Bereits Ende Januar hatte Arrels Marines darauf hingewiesen, dass ein großes Segelboot, das illegal im Port de Pollença geankert habe, wegen des starken Wellengangs durch das Sturmtief „Harry“ am Strand gestrandet sei.

Verlassene Boote und illegale Ankerplätzen von Wasserfahrzeugen beeinträchtigen seit langem das öffentlich-maritime Landgebiet beim Hafenort Port de Pollença. Schon kurzer Zeit greift die Gemeindeverwaltung von Pollença härter durch und organisiert etwa regelmäßig Reinigungsaktionen in der Bucht.

Oriana sorgt für gestrichene Fährverbindungen

Nach Nils machte sich Oriana auf der Insel breit. Aufgrund des vierten Sturmtiefs binnen gut einer Woche hat etwa die Fährgesellschaft Baleària einige Verbindungen gestrichen:

  • Am Freitag und Samstag (13./14.2.) wurde die Strecke Palma-Eivissa-Dénia in beide Richtungen gestrichen. Betroffen war die Schnellfähre Eleanor Roosevelt.
  • Am stärksten treffen die Ausfälle Alcúdia: Dort wurden insgesamt bis zu sechs Fahrten gestrichen. Als erste Verbindung entfiel am Samstag (14.2.) die Strecke Alcúdia–Ciutadella mit der Fast Ferry Ramon Llull, die um 08.30 Uhr ablegen und um 19 Uhr zurückkehren sollte.
  • Auch die Verbindung Ciutadella–Alcúdia–Barcelona mit der Fast Ferry Cecilia Payne wurde gestrichen. Sie fällt sowohl am Samstag (14.2.) als auch am Sonntag (15.2.) aus.
  • Für Sonntag (15.2.) ist zudem erneut die Strecke Alcúdia–Ciutadella mit der Fast Ferry Ramon Llull annulliert: Die Abfahrt war für 08.30 Uhr geplant, die Rückkehr für 16 Uhr.
Baleària-Fähre.

Baleària-Fähre. / Foto: Aguilera

Verspätungen und Streichungen von Flügen

Ein Blick auf die Website von AENA am Samstag (14.2.) zeigt zudem, dass es am Flughafen Son Sant Joan in Palma zu Verspätungen kam. In anderen Fällen wurden Flüge sogar gestrichen, insbesondere solche aus Madrid. Andere aus der spanischen Hauptstadt trafen laut Infovuelos zumindest mit fast zwei Stunden Verspätung auf Mallorca ein. Auch der Iberia-Flug IBE2505 etwa, der von Menorca nach Mallorca gehen sollte, wurde ganz gestrichen.

Für Flüge, die im Lauf des Tages von Deutschland nach Palma gehen sollen, wurden jetzt schon Verspätungen angekündigt, etwa RYR5182 aus Baden-Baden/Karlsruhe oder EWG6819 aus Saarbrücken. Flugreisende informieren sich am besten bei den Fluggesellschaften oder auf der Website von Aena.

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