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Wie viele dieser Pflanzen von Mallorca kommen Ihnen bekannt vor?

Wissen Sie, wie Goldgras aussieht? Oder Balearen-Fingerhut? Wenn nicht, dann schlagen Sie doch einfach im Herbari Virtual nach! Der Digitale Pflanzenkatalog wird seit 25 Jahren erweitert

Na, wie viele Pflanzen kommen Ihnen bekannt vor?

Na, wie viele Pflanzen kommen Ihnen bekannt vor? / HERBARI VIRTUAL

Als Joan Rita vor 25 Jahren damit begann, in virtuelles Herbarium für die Balearen anzulegen, hätte er wohl nicht damit gerechnet, dass sein digitales Pflanzenbestimmungsbuch einmal so erfolgreich sein würde. Schon lange nutzen nicht nur Studierende des Biologie-Professors die Sammlung, sondern auch die breite Öffentlichkeit.

Großfrüchtiger Wacholder.

Großfrüchtiger Wacholder. / HERBARI VIRTUAL DEL MEDITERRANI OCCIDENTAL

„Das Herbari Virtual hat sich zum wichtigsten Bezugspunkt für botanische Online-Vermittlung entwickelt“, heißt es stolz in einer Pressemitteilung der Balearen-Universität zum 25-jährigen Bestehen des Projekts. 2.327 katalogisierten Pflanzenarten sind in dem digitalen Nachschlagwerk mittlerweile zu finden, rund 269.000 Nutzer greifen immer wieder darauf zurück.

Iberische Grasnelken.

Iberische Grasnelken. / Herbari Virtual

Gepflückt, getrocknet, gepresst

Wohl auch, weil der Katalog eine Besonderheit aufweist, die international für Aufsehen gesorgt und inzwischen schon einige Nachahmer gefunden hat. Dazu muss man wissen, dass wissenschaftliche Herbarien, die den Botanikern als Studienkataloge dienen, in der Regel sehr aufwendig angelegt werden. Zunächst werden die Pflanzen gepflückt, dann möglichst schnell getrocknet und gepresst, damit sie anschließend – auf Spezialpapier fixiert – abgeheftet und dokumentiert werden können. Es gibt Herbarien, die bereits Jahrhunderte alt sind und Wissenschaftlern noch immer beim Katalogisieren der verschiedenen Arten dienen. Inzwischen werden die getrockneten Präparate zusätzlich gescannt, um die digitalen Bilder digital verfügbar zu machen.

Der Balearen-Fingerhut.

Der Balearen-Fingerhut. / Herbari Virtual

In der Balearen-Universität aber überspringt man gleich mehrere Arbeitsschritte. Seit dem Jahr 2000 legt man die Pflanzen direkt auf den Scanner – also ungepresst und ungetrocknet. „Die Bilder, die wir so von den frisch gepflückten Pflanzen erhalten, sind viel originalgetreuer“, erklärte Rita bereits 2008 im MZ-Interview. Vor allem die Farben wirkten natürlicher.

Biologie-Professor Joan Rita rief das digitale Herbarium vor 25 Jahren ins Leben.

Biologie-Professor Joan Rita rief das digitale Herbarium vor 25 Jahren ins Leben. / UIB

In den ersten Jahren beschränkte sich Rita auf die Flora der Balearen, mittlerweile arbeitet er mit Universitäten in Barcelona und Valencia zusammen. Seit einigen Jahren ist die Sammlung deshalb um endemische Pflanzen erweitert worden, die in diesen beiden Regionen wachsen. Geplant sind zudem Kooperationen mit weiteren Unis im westlichen Mittelmeerraum.

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