Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

Waghalsiger Sprung in der Tramuntana ruft Mallorcas Umweltschützer auf den Plan

Der Umweltverband Gob hat wegen eines illegalen Basejumps in einem Sperrgebiet in der Serra de Tramuntana Anzeige erstattet. Die Aktivität stört eine gefährdete Vogelart

Aufnahmen des Sprungs wurden auf Social Media verbreitet.

Aufnahmen des Sprungs wurden auf Social Media verbreitet. / GOB

Redaktion DM

Redaktion DM

Mallorcas größter Umweltverband Gob hat beim balearischen Umweltministerium Anzeige wegen eines illegalen Basejumps in einem Sperrgebiet in der Tramuntana erstattet. Dabei handelt es sich um einen Hochrisiko-Extremsport, der darin besteht, sich von festen Punkten – von Gebäuden bis zu Bergen – in die Tiefe zu stürzen und in letzter Sekunde einen Fallschirm zu verwenden.

Aufnahmen vom Sprung waren zuvor in den sozialen Netzwerken verbreitet worden. Darin ist unter anderem das Gesicht der springenden Person zu sehen sowie derjenigen, die sie nach der Landung auf dem Meer in ein Boot holen. Ebenso erscheint der Name des beteiligten Unternehmens, das Aktivitäten im Bereich Natur-, Sport- und Abenteuerangebote veranstaltet.

Der Gob erklärt, dass laut dem Gesetz 5/2005 zum Schutz ökologisch wertvoller Gebiete (LECO) Sperrzonen jene Bereiche sind, die entweder eine besonders hohe biologische Qualität haben oder in denen sich besonders empfindliche, bedrohte und für die Inseln typische Pflanzen und Tiere befinden. Außerdem legt der Plan zur Ordnung der natürlichen Ressourcen (PORN) des Naturgebiets Serra de Tramuntana fest, "dass Freizeit- und Sportaktivitäten jeglicher Art in den Sperrzonen verboten sind“.

Fischadler beginnen mit Fortpflanzung

So beklagt der Gob, dass sich der Punkt, von dem der Sprung erfolgte, in sehr geringer Entfernung zu einem der wenigen aktiven Fischadler-Nester in der Tramuntana befindet, einer Art, die gerade jetzt mit der Fortpflanzung beginnt und daher besonders empfindlich auf Störungen reagiert. „Der Fischadler ist als gefährdete Art eingestuft, und im vergangenen Jahr wurden auf Mallorca nur elf Paare festgestellt“, fügt der Gob hinzu.

Die Umweltschützer appellieren zudem an Bergsportler sowie an die Unternehmen, die solche Aktivitäten organisieren, "die Vorschriften für geschützte Naturräume und die Zugangsbeschränkungen zu den ökologisch sensibelsten Zonen zu respektieren“.

Abonnieren, um zu lesen

Tracking Pixel Contents