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Nach 17 Jahren: Frühere Präsidentin Marga Ramis tritt aus dem Mallorca-Umweltschutzverband GOB aus

Interne Spannungen wegen ihres Anstellungsverhältnisses hatten zu einer Satzungsänderung bei den Umweltschützern geführt

Margalida Ramis.

Margalida Ramis. / Nele Bendgens

Eine Ära bei der Umweltschutzbewegung GOB auf Mallorca geht zu Ende: Marga Ramis verabschiedet sich endgültig – 17 Jahre nach ihrem Eintritt in die Organisation. Die Aktivistin schickte am Mittwoch (29.4.) eine Nachricht an ihre Mitstreiter und dankte ihnen für diese lange Etappe, die für sie, wie sie betonte, einen „gewaltigen Lernprozess“ bedeutet habe.

„Für mich war die gesamte gemeinsam verbrachte Zeit, all die geteilten Räume, ein großes Vergnügen und ein riesiger Lernprozess. Wir werden weitermachen, denn wir kennen längst keine andere Art mehr, in dieser Welt zu leben – und wollen auch keine andere –, als gegen alles zu kämpfen, was uns wie ein Übergriff, eine Ungerechtigkeit oder ein Unsinn erscheint, und gemeinsam Hoffnung, Zuversicht und Möglichkeiten zu schaffen“, schrieb Ramis.

„Zeit des Wandels“

Die Umweltschützerin, die erklärte, dass dies ihre letzte Arbeitswoche sein werde, hob außerdem hervor, dass „es im Verband sehr komplexe Zeiten und viele Veränderungen“ gebe, die jedoch „sicher zum Guten führen werden“. „Wir werden uns sicher wieder begegnen – danke für so vieles“, schließt Ramis ihre Nachricht. Marga Ramis hatte sich in den zurückliegenden Jahren vor allem auch bei den Demonstrationen gegen die Auswirkungen des Massentourismus auf Mallorca eingebracht.

Zur Erinnerung: Marga Ramis war bereits im Dezember 2024 als Präsidentin des GOB zurückgetreten und hatte zugleich ihren Posten im Vorstand aufgegeben. Die Umweltaktivistin legte das Amt genau ein Jahr nachdem die außerordentliche Mitgliederversammlung der Organisation einen neuen, ausschließlich aus 14 Frauen bestehenden Vorstand mit Ramis an der Spitze gewählt hatte, nieder.

Spannungen wegen der arbeitsrechtlichen Situation

Die internen Spannungen innerhalb des GOB wegen der arbeitsrechtlichen Situation der damaligen Präsidentin Marga Ramis zwangen die Organisation dazu, eine Abstimmung über eine Satzungsänderung herbeizuführen. Mehrere interne Quellen berichteten der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca", dass es beim GOB stets eine stillschweigende Regel gegeben habe, wonach Angestellte der Vereinigung keine Funktionen im Vorstand übernehmen dürften – also weder Präsident noch einfaches Vorstandsmitglied sein könnten.

Zudem heißt es in den Statuten des GOB, dass die Mitglieder des Vorstands „ihre Ämter unentgeltlich ausüben“. Nach Darstellung derselben Quellen sei dieser Passus stets so ausgelegt worden, dass eine gleichzeitige Tätigkeit als Angestellter und Vorstandsmitglied unvereinbar sei. Diese Praxis sei über all die Jahrzehnte hinweg „peinlich genau“ beachtet worden. Selbst in Fällen, in denen Vorstandsmitglieder später als Beschäftigte für die Organisation arbeiteten, hätten sie ihre Leitungsfunktionen niedergelegt.

Regeln geändert

Als die Mitgliederversammlung des GOB Marga Ramis trotz ihres weiterhin bestehenden Arbeitsverhältnisses zur Präsidentin wählte, verlangten einige interne Führungskräfte eine Änderung der Regeln. Nach Angaben derselben Quellen sah sich daraufhin die sogenannte junta interinsular des GOB, das oberste Gremium der Organisation, gezwungen, eine Satzungsänderung auf den Weg zu bringen.

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