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Von der Touristensteuer finanziert: 23 Müllboote reinigen diesen Sommer die Strände

Die Anzahl der Boote ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren konstant geblieben

Ein Müllboot am Hafen von Porto Cristo (Archivbild).

Ein Müllboot am Hafen von Porto Cristo (Archivbild). / Patrick Schirmer Sastre

Die Balearen-Regierung hat ihre Reinigungsaktion für die Küstengewässer der Saison 2026 vorgestellt. Vom 1. Mai bis zum 30. September sollen insgesamt 23 Boote im gesamten Archipel schwimmenden Müll einsammeln.

Finanziert wird der Einsatz mit mehr als 1,6 Millionen Euro aus der Touristensteuer ITS. Die Flotte besteht wie in den Vorjahren aus 15 kleineren Booten für Strände und Buchten sowie acht größeren Schiffen für küstenfernere Gewässer. Ziel sei es, die Umweltqualität des Meeres zu erhalten und die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten, teilte die Balearen-Regierung mit.

Hier fahren die Boote ab

Auf Mallorca starten die Boote unter anderem von Palma, Andratx, Sóller, Pollença, Alcúdia, Cala Ratjada, Portocolom, Cala d’Or und Colònia de Sant Jordi. Auf Menorca sind Ciutadella, Fornells, Maó und Cala Galdana Ausgangspunkte. Auf Ibiza laufen die Boote von Eivissa, Sant Antoni und Santa Eulària aus, auf Formentera von La Savina.

Die kleineren Boote sind vor allem für flache Gewässer, Strände und Buchten vorgesehen. Die größeren Einheiten kommen zwischen einer und fünf Seemeilen vor der Küste zum Einsatz und können auch bei schwierigeren Bedingungen größere Mengen Müll aufnehmen.

Der Generaldirektor für Häfen und Seetransport, Toni Mercant, bezeichnete die Kampagne als „wesentlichen Dienst, um die Umweltqualität des balearischen Meeres und die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten“. Die Zuständigkeit liege seit 2024 bei seinem Ressort. Wichtig sei, dass Mittel aus der Touristensteuer für diese Reinigungsarbeiten während der Sommer- und Tourismussaison eingesetzt würden.

Vor allem Plastik haben die Müllboote bisher aus dem Meer geholt.

Vor allem Plastik haben die Müllboote bisher aus dem Meer geholt. / Foto: CAIB

Nicht nur Plastik und andere Abfälle werden aus dem Meer geholt. Auch Holz, das etwa über Sturzbäche ins Wasser gelangt, wird entfernt, um die Navigation sicherer zu machen.

36,8 Tonnen Müll im Jahr 2025 eingesammelt

Im vergangenen Jahr sammelte der Dienst nach Angaben der Regierung insgesamt 36,8 Tonnen Abfall aus dem Meer. Das entspricht einem Anstieg um 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Schnitt wurden täglich 269,39 Kilogramm Müll eingesammelt.

Die größte Menge entfiel auf Mallorca mit 17.520,20 Kilogramm. Es folgten Ibiza mit 9.598,20 Kilogramm, Menorca mit 6.019,27 Kilogramm und Formentera mit 3.666,90 Kilogramm. Den größten Anteil machte Plastik mit 44,27 Prozent aus, gefolgt von Holz mit 33,67 Prozent.

Die Balearen-Regierung appellierte zugleich an Bürger und Besucher, keine Abfälle im Meer oder an der Küste zurückzulassen und verantwortungsvoll mit dem sensiblen Küstenraum umzugehen. /rp

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