Schlange an der Playa de Palma: Mallorca erlebt weitere Begegnung mit invasiver Hufeisennatter
Das Reptil tauchte plötzlich aus dem Meer auf, die Badegäste brachten sich in Sicherheit

Felix Stadtlander
Schon wieder hat eine Hufeisennatter auf Mallorca Schrecken verbreitet. Das Tier kam am Freitag (29.5.) kurz vor 17.30 Uhr zwischen den balnearios 9 und 10 aus dem Meer, als der Strand gerade gut besucht war. Das Video von Felix Stadtlander zeigt, wie die Schlange zunächst im Uferbereich im Wasser schwimmt und sich dann durch den Sand schlängelt. Die Menschen reagieren ängstlich und bringen sich in Sicherheit. Laut Stadtlander wurde bei dem Vorfall niemand verletzt.
Dass Hufeisennattern (Hemorrhois hippocrepis) am Strand oder im Meer auftauchen, ist auf Mallorca inzwischen keine Seltenheit mehr. 2026 sind damit nun bereits drei Begegnungen mit den bis zu 1,75 Meter langen Tieren dokumentiert. Ende April schlängelte sich eine Natter auf das Kajak eines Mitglieds des balearischen Kajakverbandes.
Schon mehrere Vorfälle 2026
Eine Gruppe Sportler war rund um die Malgrats-Inseln nahe Santa Ponça unterwegs, als das Reptil plötzlich aus dem Meer auftauchte. Die Männer blieben ruhig und filmten den Vorfall. Am 18. Mai wurde eine weitere Hufeisennatter an der Playa Palmira in Peguera gesichtet und gefilmt. Das Tier soll dort aus dem Wasser gekommen sein und sich schnell über Land entfernt haben.

Die Natter, die sich auf das Kajak vor Mallorca schlängelte. / DM
Hufeisennattern sind auf Mallorca seit längerer Zeit heimisch, allerdings handelt es sich um eine invasive Art. Vor allem auf Ibiza und Formentera stellt die Schlange inzwischen ein enormes Problem dar, weil sie innerhalb von kurzer Zeit einen Großteil der Population der Pityusen-Eidechse vernichtet hat. Diese Eidechse gibt es nur auf Ibiza und Formentera.
Schlangen schwimmen nach Mallorca
Auch auf Mallorca hat die Hufeisennatter bereits großen Schaden in der heimischen Tierwelt angerichtet. Zahlreiche Gemeinden fangen deshalb die Tiere, werden ihrer allerdings kaum Herr. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Freitag (29.5.) berichtete, sind Wissenschaftler inzwischen überzeugt, dass die Nattern die Strecke zwischen Ibiza und Mallorca schwimmend zurücklegen können.
Von den Nattern geht keine Gefahr für Menschen aus. Die Tiere sind ungiftig und beißen üblicherweise höchstens zu, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen. Die Tiere haben sich schnell an das Inselklima angepasst und haben auf Mallorca so gut wie keine natürlichen Feinde. Lediglich Jungtiere könnten Beute von Katzen, Möwen oder Reihern werden.
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