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"Fake News": Heftiger Streit zwischen Umweltschützern und Landesregierung über die Zukunft von Es Trenc

Umweltschützer befürchten eine generelle Einschränkung des Naturschutzes auf den Balearen durch die geänderte Rechtsordnung für Es Trenc

Der Naturstrand Es Trenc auf Mallorca.

Der Naturstrand Es Trenc auf Mallorca. / DM

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Die mit dem Mammutgesetz "Ley Ómnibus" geänderte Rechtsordnung für den Naturpark Es Trenc-Es Salobrar de Campos auf Mallorca hat zu einem heftigen Streit zwischen den Umweltschützern von Terraferida und der konservativen Landesregierung der Balearen geführt. Die Umweltschützer hatten der Politik unter anderem vorgeworfen, mit der Gesetzesänderung beispielsweise Strandbars, Parkplätze oder Stranddienstleistungen ohne größere Hürden bauen respektive einführen zu können.

Diesen Vorwurf wies Ministerpräsidentin Marga Prohens mit scharfen Worten zurück. „Die Behauptung, dass die Landesregierung den Naturpark Es Trenc weniger schützen wolle, ist Fake News“, sagte Prohens. Die Politikerin erklärte, die neue Regelung habe dieselbe normative Grundlage wie bei anderen Naturparks, ausdrücklich nannte sie Cabrera. „Die Vorschriften, die für Es Trenc gelten sollen, sind dieselben wie für Cabrera“, so Prohens.

Verbreitung von Lügen werde nicht hingenommen

Zugleich versicherte sie, das bisherige Schutzniveau für das Gebiet werde beibehalten. Niemand solle glauben, die Balearen-Regierung werde etwa eine Urbanisation in Es Trenc genehmigen. Über soziale Netzwerke warf die konservative PP den Umweltschützern vor, angesichts der im kommenden Mai anstehenden Regionalwahlen in den Wahlkampfmodus zu wechseln. Die Verbreitung von Lügen werde man nicht hinnehmen.

Die Balearen-Regierung betont, es gehe bei der Änderung der Regelung nicht darum, dem 2017 geschaffenen Naturpark Es Trenc den Schutz zu entziehen. Stattdessen habe man lediglich den Plan zur Verwaltung des Schutzgebiets verabschiedet. Dieser Plan regelt die Ordnung seiner Ressourcen, definiert seine Grenzen und legt seine Ziele für einen bestimmten Zeitraum fest. Die Verabschiedung des Dokuments stand seit der Schaffung des Naturparks vor neun Jahren noch aus.

Das sagt Terraferida

Der Sprecher von Terraferida, Jaume Adrover, wiederum hält an der Kritik fest. Adrover erklärte, das Vorgehen von PP und Vox sei so gravierend, dass die Verantwortlichen nun „alle angreifen“, sobald sie ertappt würden. Es gehe nicht nur um Es Trenc, sondern um eine Kürzung des Schutzes sämtlicher Naturräume. „Es gibt keinen Präzedenzfall für einen solchen Abbau von Schutzbestimmungen“, so der Umweltschützer. Wer die Wahrheit wissen wolle, solle nicht auf Twitter schauen, sondern in das balearische Amtsblatt BOIB vom 13. Juni, fügte die Gruppe hinzu. Adrover kritisiert vor allem, dass die Beteiligung des Parlaments an wesentlichen Entscheidungen entfalle und die Fristen für öffentliche Anhörungen verkürzt würden.

Prohens und die PP bestreiten dagegen, dass die Gesetzesänderungen den Schutz von Es Trenc schwächen. „Niemand wird mir Lektionen in Sachen Liebe zu Es Trenc erteilen“, sagte Prohens.

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