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Darf man an den Stränden von Mallorca Lagerfeuer machen?

Feuer am Strand, Böller und Co.: Was in der Nit de Sant Joan (nicht) und darüber hinaus nicht erlaubt ist. Bei Verstößen gegen die Feuerverbote auf Mallorca drohen Bußgelder von bis zu 600 Euro, besonders in geschützten Gebieten

Ein Lagerfeuer an einem Strand von Mallorcas Nachbarinsel Ibiza.

Ein Lagerfeuer an einem Strand von Mallorcas Nachbarinsel Ibiza. / Vicente Marí

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Die Nit de Sant Joan, die Johannisnacht vom 23. auf den 24. Juni, ist auf Mallorca ein von vielen herbeigesehntes Event. Gleichzeitig ist aber auch besondere Vorsicht geboten. An Stränden und auf öffentlichen Plätzen wird gefeiert, es gibt Feuer, Böller und Feuerläufe. Doch nicht alles ist erlaubt: Wer eigenmächtig ein Feuer entzündet, kann sich strafbar machen, wenn keine ausdrückliche Genehmigung vorliegt.

Die Vorschriften zum Umgang mit Feuer auf den Balearen sind streng, vor allem an Stränden, in Waldgebieten, Naturschutzgebieten und in der Nähe von Waldflächen. Derzeit gilt zudem erhöhte Waldbrandgefahr.

Darf man an Mallorcas Stränden Lagerfeuer machen?

In der Regel nein. An den meisten Stränden Mallorcas ist es verboten, ohne Genehmigung Feuer zu entzünden – auch in der Nit de Sant Joan. Lagerfeuer sind nur in Bereichen erlaubt, die von den jeweiligen Gemeinden ausdrücklich freigegeben wurden. Dabei müssen die vorgeschriebenen Sicherheitsauflagen eingehalten werden.

Wer an Mallorcas Stränden ohne Genehmigung Feuer macht, muss mit Bußgeldern zwischen 300 und 600 Euro rechnen. Deutlich teurer kann es werden, wenn Umweltschäden entstehen oder wenn das Feuer in geschützten Gebieten oder in Zonen mit hohem Brandrisiko entzündet wird.

Was gilt, wenn die Gemeinde „foguerons“ erlaubt?

Einige Gemeinden richten zur Nit de Sant Joan bestimmte Bereiche ein, in denen die traditionellen Feuer kontrolliert abgebrannt werden dürfen. Wichtig ist in jedem Fall, vorher zu prüfen, ob eine Genehmigung der Gemeinde vorliegt, welche Uhrzeiten gelten und welche Sicherheitsvorgaben einzuhalten sind.

Wenn es erlaubt ist, ein Lagerfeuer zu entzünden, dann nur, wenn ein Mindestabstand von zehn bis 15 Metern zu Häusern und Fahrzeugen eingehalten wird.

Empfohlen wird von der Feuerwehr zudem, Sand oder Erde auf dem Boden zu verteilen, damit das Feuer begrenzt bleibt und sich nicht auf umliegende Bereiche ausbreitet. Entzünden Minderjährige das Feuer, muss auch ein verantwortlicher Erwachsener vor Ort sein.

Feuerläufe, Feuerwerke und Böller

Die Feuerwehr ruft anlässlich der Nit de Sant Joan zu besonderer Umsicht auf. Bei den Feuerläufen sollten Teilnehmer lange Kleidung oder eine Kapuze tragen, möglichst aus Baumwolle. Synthetische oder leicht entflammbare Kleidung sollte vermieden werden. Auch geschlossenes Schuhwerk wird empfohlen, Flipflops sind ungeeignet.

Anwohner der Straßen, durch die correfocs ziehen, sollten Fenster und Rollläden geschlossen halten.

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Guillem Bosch

Auch Pyrotechnik ist in der Johannisnacht ein heikles Thema. Die Feuerwehr weist darauf hin, dass Böller nicht in Hosentaschen getragen werden sollten, sondern in einer Tasche oder Schachtel. In Menschenmengen dürfen sie nicht gezündet oder geworfen werden.

Böller, Raketen und Feuerwerk dürfen außerdem nicht in Waldgebieten, auf Flächen mit Gestrüpp oder in der Nähe trockener Pflanzen verwendet werden. Wegen der hohen Temperaturen und der Trockenheit steigt die Brandgefahr deutlich.

Raketen und Feuerwerk sollten nur auf offenen Flächen gezündet werden – in einem Abstand von 500 Metern zu Waldflächen.

Behörden verstärken Kontrollen

In der Nit de Sant Joan verstärken Ortspolizei, Umweltbeamte und andere Sicherheitskräfte üblicherweise die Kontrollen an Stränden und auf öffentlichen Plätzen. Sie sollen sicherstellen, dass die Gemeindeverordnungen und die Einschränkungen beim Umgang mit Feuer eingehalten werden.Die sicherste Alternative sind die von den Gemeinden organisierten foguerons, bei denen das Feuer kontrolliert wird und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen gelten.

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