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Tausende protestieren auf Mallorca für den Schutz des beliebten Strands Es Trenc

Bei großer Hitze haben am Sonntag (5.7.) Tausende Demonstranten am Meer eine Menschenkette gebildet

Tausende fordern Schutz des Strandes: So war der Protest am Es Trenc

Ana B. Muñoz

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Tausende Menschen - den Veranstaltern zufolge rund 10.000 - haben am Sonntagmorgen (5.7.) am Strand von Es Trenc gegen Lockerungen des Umweltschutzes in Mallorcas Naturschutzgebieten protestiert. Unter dem Motto „Es Trenc no es toca“ (Es Trenc wird nicht angerührt) bildeten sie trotz großer Hitze eine gut zwei Kilometer lange Menschenkette am Meer. Zu der Aktion hatten die Umweltorganisationen GOB, Terraferida und die Bürgerplattform Menys Turisme Més Vida aufgerufen.

Schon am Morgen fuhren die von den Organisatoren bereitgestellten Busse voll besetzt von Palma nach Sa Ràpita. Viele Teilnehmer kamen aus verschiedenen Orten Mallorcas mit dem Auto, dem Motorrad, dem Bus oder dem Zug. Schnell war klar: Es handelt sich um eine der größten gesellschaftlichen Mobilisierungen der vergangenen Jahre auf der Insel.

Urlauber beobachteten die Demonstranten

Urlauber beobachteten die Demonstranten / Ana B. Muñoz

Die Demonstranten wenden sich gegen Änderungen, die die Balearen-Regierung im sogenannten Omnibus-Gesetz vorgenommen hat. Dieses Gesetz ändert mehr als 50 regionale Vorschriften. Im Fall des Naturparks Es Trenc-Es Salobrar de Campos ermöglichen die Änderungen, Regelungen für das Schutzgebiet künftig per Dekret des Regierungsrats zu ändern. Bisher lag diese Zuständigkeit beim Parlament.

Streit um Schutzregeln

Der Ärger entzündete sich an einer sogenannten „Deslegalisierung“. Sie gibt dem Regierungsrat die Möglichkeit, etwa den Nutzungs- und Verwaltungsplan der Schutzgebiete zu ändern. Seine Ausarbeitung begann im Februar. Er soll festlegen, welche Nutzungen in der geschützten Zone erlaubt sind und nach welchen Kriterien sie verwaltet wird.

Die Änderung betrifft den rechtlichen Rahmen des Naturparks Es Trenc-Es Salobrar de Campos. Das balearische Parlament hatte diesen Schutzstatus im Jahr 2017 unter der damaligen linken Landesregierung beschlossen. Die aktuell regierende konservative Volkspartei PP stimmte damals dagegen.

Demonstranten am Sonntag (5.7.)

Demonstranten am Sonntag (5.7.) / Ana B. Muñoz

Erinnerung an frühere Proteste

Die Mobilisierung knüpft an frühere Proteste zum Schutz von Es Trenc an. Bereits 1983 gingen mehr als 10.000 Menschen im Zentrum von Palma auf die Straße. Damals richtete sich der Protest gegen ein großes Bauprojekt einer schwedischen Bauträgerfirma, die auf den Dünen bauen wollte.

Auch 2012 protestierten Bürger gegen Pläne in der Gegend. Damals entstand eine erste Menschenkette gegen den Bau eines Hotels und eines Golfplatzes in Sa Ràpita. Am Sonntag wiederholte sich dieses Bild nun am Meer.

Für die Veranstalter ist die Botschaft klar: Ein Teil der mallorquinischen Gesellschaft will keine Änderungen hinnehmen, die den Schutz von Es Trenc schwächen könnten. Der Strand und die umliegende Naturzone zählen zu den bekanntesten und am meisten geschätzten Landschaften Mallorcas.

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