30 Baby-Haie vor Mallorca ausgewildert: Erfolgsprojekt für bedrohte Arten auf den Balearen endet
Mit der Freilassung der letzten von insgesamt 400 Exemplaren der Großgefleckten Katzenhaie im Nationalpark Cabrera geht ein achtjähriges Projekt zur Stärkung der Bestände dieser Haiart zu Ende

Eines der Exemplare der Großgefleckten Katzenhaie (Scyliorhinus stellaris), die in die Freiheit entlassen wurden. / CAIB
Das Projekt „Petits Taurons – Acció Stellaris“ ist mit der Freilassung der letzten 30 jungen Großgefleckten Katzenhaie (Scyliorhinus stellaris) im Meeresschutzgebiet rund um die Inselgruppe von Cabrera zu Ende gegangen. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Initiative wieder in die Natur entlassenen Haie auf 389.
Das 2018 ins Leben gerufene Programm hat sich zu einer der wichtigsten europäischen Initiativen zum Schutz der Plattenkiemer – jener Gruppe von Knorpelfischen, zu der Haie und Rochen gehören – entwickelt. Dabei werden die Tiere in Gefangenschaft gezüchtet und anschließend als Jungtiere freigelassen.
Eine bedrohte Art
Der Großgefleckte Katzenhai wird in der Roten Liste der Wirbeltiere der Balearen als gefährdete Art geführt. Daher sind spezielle Maßnahmen erforderlich, um die Erholung seiner Bestände zu fördern. Die freigelassenen Tiere stammen aus Eiern, die im Besucherzentrum des Nationalparks Cabrera, im Labor für Meeresforschung und Aquakultur (LIMIA) sowie bei der Stiftung Palma Aquarium ausgebrütet wurden.
Seit Beginn des Projekts wurden 211 Großgefleckte Katzenhaie bei Cabrera, 60 im Meeresschutzgebiet der Bucht von Palma, 57 im Meeresschutzgebiet El Toro, 41 im Naturpark Sa Dragonera und 20 im Gebiet von Sóller ausgewildert.

Ab in die Freiheit! / Caib
Acht Jahre Zusammenarbeit
Die Initiative nahm 2018 dank der Zusammenarbeit zwischen dem balearischen Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt und der Stiftung Palma Aquarium Gestalt an. Später schlossen sich Mallorca Preservation, PIM Initiative, Save the Med, Shark Med und die Stiftung Marilles an. Der Nationalpark Cabrera beteiligt sich seit 2020 aktiv an dem Projekt.
Der balearische Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt, Joan Simonet, betonte, das Projekt sei „ein Beispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn Verwaltungen, Wissenschaft und Umweltorganisationen gemeinsam an einem Ziel arbeiten: dem Schutz unseres Naturerbes“. Zudem versicherte er, das Ende der Initiative sei „kein Schlusspunkt, sondern ein Punkt, nach dem es weitergeht“.
Der Artenschutz geht weiter
Die in den vergangenen Jahren gewonnenen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen nun dazu dienen, die Strategie der Balearen zum Schutz von Haien und Rochen zu stärken.
Nach Angaben der Balearen-Regierung besteht das Ziel darin, „die Maßnahmen zum Schutz dieser Arten fortzusetzen“ und die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Forschern und Organisationen, die sich für den Erhalt der marinen Artenvielfalt einsetzen, auszubauen.
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