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Ohne sie kein Pa amb Oli: Mallorcas berühmte Ramellet-Tomate leidet unter Rekordhitze

Auf einem Hof in Petra wurden in diesem Sommer weniger als halb so viele Tomaten geerntet wie üblich. Landwirte warnen, dass der traditionelle Anbau bei dauerhaft hohen Temperaturen zunehmend schwieriger wird

Ramallet-Tomaten

Ramallet-Tomaten / Nele Bendgens

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Die hohen Temperaturen dieses Sommers haben der Ramellet-Tomate – ein Grundbestandteil des beliebten Pa amb Oli –auf Mallorca besonders zugesetzt. Auf dem Hof der Familie Munar in Petra ist die Produktion im Vergleich zu einer normalen Saison auf weniger als die Hälfte eingebrochen. „Der Ertrag in diesem Jahr war sehr niedrig. Bei der Ramellet-Tomate sprechen wir von weniger als der Hälfte der üblichen Kilos“, sagte Francesc Munar, Junglandwirt und Agraringenieur, gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca".

Die extreme Hitze habe sowohl den Früchten als auch den Pflanzen selbst geschadet. Als eines der größten Probleme bezeichnet Munar jedoch die sehr warmen Nächte. „Das Schlimmste ist, wenn es nachts nicht abkühlt. Die Pflanzen haben dann keine Zeit, sich zu erholen“, sagte er. Hinzu kommt, dass wegen der hohen Temperaturen mehr bewässert werden muss – und das in einer Zeit, in der Wasser ohnehin knapp ist. „Man muss mehr Wasser geben, um die gleiche Menge zu ernten. Bei der aktuellen Trockenheit wird dadurch alles noch komplizierter“, so Munar.

Erträge sinken schon seit Jahren

Das Problem bestünde nach Angaben des Landwirts nicht erst seit diesem Sommer. Bereits seit vier oder fünf Jahren gehe der Ertrag der Ramellet-Tomaten zurück, obwohl gleichzeitig mehr Wasser eingesetzt werde. Sein Vater Toni Munar befürchtet deshalb, dass der traditionelle Anbau auf Mallorca langfristig gefährdet sein könnte, sollten solche Temperaturen zur Normalität werden. „Bei diesen Temperaturen werden wir keine Ramellet-Tomaten mehr anbauen können“, warnte er.

Francesc Munar sieht einen möglichen Ausweg in der Erforschung neuer Sorten, die höhere Temperaturen besser vertragen und mit weniger Wasser auskommen. „Wir müssen Sorten finden, die mit weniger Wasser die gleiche Menge produzieren und die Hitze besser aushalten“, sagt er.

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