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Weniger Mücken auf Mallorca? Das steckt hinter dem ungewöhnlich ruhigen Sommer

Die extreme Hitze und Trockenheit haben die Vermehrung der Insekten gebremst – nach Regen könnten sie aber schnell zurückkehren

Im Sommer ist normalerweise Hochsaison der Mücken.

Im Sommer ist normalerweise Hochsaison der Mücken. / dpa

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Viele Menschen auf der Insel haben in diesem Jahr das Gefühl, deutlich weniger gestochen zu werden. Die anhaltende Hitze könnte dafür eine entscheidende Rolle spielen – verschwunden sind die Mücken aber nicht. Doch wo sind die Mücken dann geblieben?

Diesen Sommer scheint es auf Mallorca vielerorts weniger von den lästigen Insekten zu geben als sonst. Das dürfte keine reine Einbildung sein. Anhaltende Hitzewellen und trockene Bedingungen können sowohl die Aktivität als auch die Vermehrung von Mücken bremsen.

Für Mallorca gibt es bislang keine öffentlich zugänglichen Daten, die belegen würden, dass die Mückenpopulation in diesem Sommer auf der gesamten Insel tatsächlich zurückgegangen ist. Die Wetterbedingungen passen jedoch zu den Faktoren, die Fachleute auch in anderen Regionen Spaniens mit einer geringeren Mückenaktivität in Verbindung bringen.

Hitze bremst die Plagegeister

Mücken können ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren und sind bei sehr heißer und trockener Luft anfällig für Austrocknung. Sie ziehen sich deshalb während der heißesten Stunden in schattige und feuchtere Bereiche zurück. Gleichzeitig verdunstet stehendes Wasser in Blumentöpfen, Eimern oder anderen kleinen Behältern schneller. Fehlt dieses Wasser, können sich die Larven nicht vollständig entwickeln.

Ein Blick auf das Wetter dieses Sommers liefert eine mögliche Erklärung. Der Juni war auf den Balearen ausgesprochen trocken. Im Juli kam eine Kombination hinzu, die für die Vermehrung von Mücken besonders ungünstig ist: große Hitze und wenig Niederschlag.

Nach Angaben des spanischen Wetterdienstes Aemet war der Juli auf den Balearen extrem warm. Auf Mallorca lag die Durchschnittstemperatur bei 28,2 Grad und damit rund 3,4 Grad über dem üblichen Wert. Zudem wurde der Monat von zwei Hitzewellen geprägt. Im gesamten Archipel fiel rund 66 Prozent weniger Regen als normalerweise.

Große Unterschiede auf Mallorca

Wie viele Mücken auftreten, kann allerdings von Ort zu Ort stark variieren. Entscheidend sind unter anderem Feuchtigkeit, vorhandene Wasserstellen und die jeweilige Mückenart. Deshalb kann es selbst zwischen benachbarten Gegenden große Unterschiede geben.

Die derzeitige Ruhe dürfte außerdem nicht von Dauer sein. Besonders die Eier der Tigermücke können Trockenperioden überstehen. Mit sinkenden Temperaturen und neuen Regenfällen im Spätsommer oder Herbst könnten die Mücken daher wieder verstärkt auftreten. Wasser, das sich nach einem Regenschauer in Gefäßen sammelt, bietet ihnen schnell neue Brutplätze.

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