31. Juli 2018
31.07.2018

Vernetzte Insel: Wir von Mallorca

Eine neue App soll die Inselbesucher zusammenbringen. Mitentwickelt hat sie Ex-Fußballprofi Jérôme Polenz

31.07.2018 | 01:00
Die App soll Deutsche auf der Insel miteinander vernetzen.

Mallorca-Liebhaber, denen spontan der Reisepartner abgesprungen ist, Sportler, die zum Trainieren auf die Insel kommen, Familien mit Kindern, Singles, die andere Alleinstehende kennenlernen wollen: An all diese Menschen wendet sich das „Digitalprojekt 2". Eine von dem Start-up-Unternehmen diese Woche zunächst nur für iOS auf den Markt gebrachte Mallorca-App hilft dabei, mitei­nander in Kontakt zu kommen und gemeinsam eine schöne Urlaubszeit zu verbringen.

Mitgewirkt an „Wir von Hier Mallorca" hat auch Ex-Fußball-Profi Jérôme Polenz. Mit Werder Bremen hat der 31-Jährige drei Spiele in der Bundesliga, für Alemannia Aachen und Union Berlin 65 Spiele in der zweiten Liga gespielt. Die freien Minuten auf seinen vielen Reisen zu Trainingseinheiten und Spielen hat er schon früh genutzt, um sich durch Online-Kurse im Bereich Marketing fit zu machen.

Seit Mai 2017 arbeitet Polenz nun bei dem Start-up mit Sitz in Berlin. Das erste Projekt: ein Nachbarschaftsnetzwerk namens „Wir von Hier", dank dem Menschen in deutschen Großstädten mit ihren Nachbarn näher zusammenrücken sollen. Laut Polenz haben der gleichnamige Blog (blog.wirvonhier.de) und die App mittlerweile eine sechsstellige Nutzerzahl.

Vor etwa einem halben Jahr entstand daraus dann die Idee, das Konzept auf Mallorca zu übertragen. „Auf der Insel sind jedes Jahr Millionen Deutsche. Bei unseren Recherchen haben wir festgestellt, dass es auf Mallorca zwar viele Foren, Eventplaner und Websites gibt, aber noch keine App, die alles miteinander verbindet und die Menschen miteinander vernetzt. Da Mallorca als Insel eine in sich abgeschlossene Nachbarschaft ist, kann das Konzept auch hier gut funktionieren", erklärt Polenz.

Natürlich könnten nicht nur Urlauber, sondern auch Deutsche, die auf Mallorca leben, von der App profitieren. 90 Prozent der Nutzer werden dennoch Touristen sein, schätzt Polenz. „Derer gibt es einfach deutlich mehr als Auswanderer. Und im Urlaub zählt jeder Tag. Gerade hier hat man keine Zeit und Lust, drei oder vier ­Stunden nach Events oder guten Restaurants zu googeln."

Im eigenen Profil kann man zunächst aus einer Reihe unterschiedlicher Interessen ­auswählen: Shisha, Segeln, Strandbaden, Märkte und Feste, Inline-Skaten oder Wellness. Auch Fußball ist natürlich mit dabei. Wem diese groben Angaben zu unspezifisch sind, der kann selbst Interessensgruppen gründen. „Wenn Sie beispielsweise gerne Schach am Strand spielen, können Sie versuchen, bei uns Gleichgesinnte zu finden", so Polenz.

Unter dem Punkt Neuigkeiten verbirgt sich ein Feed, bei dem jeder Tipps oder Kommentare einstellen kann. Auch Hinweise auf Events wie die Tapas-Route Ruta Martiana in Palma finden sich hier. Zusätzlich sollen Mallorca-Animateure angeheuert werden, die Videos von Partys und coolen Stränden hochladen und mit den Nutzern interagieren.

Zudem sollen Rabatte das Nutzen der App für das Mallorca-Publikum attraktiv machen. Um diese Deals anbieten zu können, arbeitet das Start-up mit lokalen Eisläden, Diskotheken und Veranstaltern zusammen. „Die Einzelhändler profitieren davon, dass sie direkt mit ihrer genau definierten Zielgruppe in Kontakt treten können. So müssen sie bei Facebook keine teuren Anzeigen schalten", erklärt Polenz.

Polenz hat zu Mallorca eine besondere Verbindung. Vor einigen Jahren hat er in Son Servera geheiratet. Auch zuvor war er schon Dutzende Male auf der Insel. Da der Ex-Fußballer nun in Barcelona lebt, kümmert er sich um Spanien. Das rund 30-köpfige Team der Digitalprojekt 2 GmbH schmiedet nämlich schon fleißig Expansions-Pläne.

Auch wenn Polenz nun hauptsächlich als Marketing Manager arbeitet, ist der Sportler zumindest passiv auch weiterhin im Fußball tätig. Zuletzt hat er für die ARD zur Fußballweltmeisterschaft als Analyst für den Kommentator des Halbfinalspiels Steffen Simon wiederkehrende Fehler der Teams herausgearbeitet. Er liebt Daten. „Gott sei Dank hat Marketing viel mehr damit zu tun, als ich anfangs dachte", schwärmt der Berliner.

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