09. November 2018
09.11.2018
PR-ARTIKEL

"Auf den Balearen werden die meisten Elektro-Motorräder spanienweit zugelassen"

Interview mit Pedro Fernández, Vertriebsleiter von Silence auf Mallorca

09.11.2018 | 12:34
Pedro Fernández, Vertriebsleiter von Silence auf Mallorca.

Pedro Fernández

  • "2020 wird es 30 Niederlassungen von Silence in Spanien geben, eine davon auf Ibiza."
  • "Unsere Batterien können an einer normalen Haushaltssteckdose aufgeladen werden, denn sie brauchen nur halb so viel Energie wie ein Trockner."

Motorräder sind das ideale Verkehrsmittel, um den übersättigten städtischen Verkehrsmodellen mit Staus und fehlenden Parkplätzen entgegenzuwirken. Eine der direkten Folgen dieses hohen Verkehrsaufkommens ist der CO2-Ausstoß der Verbrennungsmotoren. Silence Mallorca setzt bei diesem Problem an und sucht nach Lösungen, indem die Firma eine Entwicklung hin zu verantwortungsvoller Elektromobilität vorantreibt - eine echte Alternative für eine nachhaltige Mobilität. Das Team von Silence entwickelt und produziert seit vier Jahren eine neue Generation von Elektrorollern: leistungsstark, energieautonom und nachhaltig sowohl für die Natur als auch für den Geldbeutel.

Silence Mallorca eröffnete am 25. Januar dieses Jahres seinen Flagship Store - den ersten dieser Art in ganz Spanien. Gab es einen bestimmten Grund dafür, sich gerade für Mallorca zu entscheiden?

Bislang hatte sich unsere Firma eher auf Großprojekte und weniger auf Privatkunden konzentriert. Wir haben verschiedene strategische Punkte in Spanien unter die Lupe genommen, und so ist die Entscheidung für die Balearen gefallen, da es hier zahlenmäßig den größten Anstieg an Neuzulassungen von Elektrorollern gibt. 2018 nahm der Verkauf von benzinbetriebenen Motorrädern ab, sodass die Zahl der Zulassungen um 1.300 zurückging. Hingegen stiegen die Zulassungen von Elektromotorrädern, der Durchschnitt liegt hier über dem nationalen Markt. Während es 2017 noch zehn Zulassungen waren, haben die Zahlen 2018 bereits die Marke Hundert erreicht.

Silence plant die Eröffnung von weiteren 30 Niederlassungen dieser Art auf dem spanischen Festland. Steht dies beispielhaft für den Aufschwung, den die Elektromobilität in unserem Land erlebt?

Aktuell haben wir ein Dutzend Niederlassungen, Ende 2018 werden es um die 20 sein, und unser Ziel ist es tatsächlich, 30 Geschäftsstellen bis zum Jahr 2020 zu eröffnen. Auf den Balearen ist das nächste Ziel Ibiza. All das belegt, dass die Menschen ein anderes Bewusstsein bekommen haben, dass sie sich mehr für die Umwelt interessieren und zudem Kosten sparen möchten. Ein Elektroroller amortisiert sich bei normalem Gebrauch innerhalb von zwei Jahren.

Ist Palma eine Stadt mit idealen Strukturen, um sich mit Elektromotorrädern zu bewegen?

In Palma, Barcelona oder Madrid haben sich Elektroroller bereits durchgesetzt. Die Entfernungen sind machbar, und zudem tragen sie dazu bei, die Lärmbelastung zu reduzieren. Außerdem kann man mit unseren Motorrädern auch auf den Autobahnen fahren und die Insel problemlos von einem Ende zum anderen durchqueren.

Was sind die größten Handicaps für die Elektromobilität?

Man könnte meinen, es gebe noch nicht genügend Ladestationen. Aber unsere Modelle kann man an einer Haushaltssteckdose mit 220 Volt aufladen. Sie brauchen halb so viel Energie wie ein Fön. Dennoch ist es wichtig, sich über längere Strecken bewegen zu können. Sich zum Ziel zu setzen, die Mobilität in zehn oder 15 Jahren komplett auf Elektromotoren umzustellen, scheint mir etwas zu ehrgeizig. Neben der Frage, wo man die Batterien auflädt, muss auch geschaut werden, wie sie hergestellt und aufgeladen werden, sprich mit welchem Strom - denn auch die Stromherstellung trägt zur Umweltverschmutzung bei.

Sie haben bereits die Modelle S02, S02i, S03, und S03i auf den Markt gebracht. Was zeichnet Ihr neues Modell S01 aus?

Dieses Modell ist bereits auf dem Markt und wird im Dezember oder Januar bei uns in der Filiale erhältlich sein. Im Gegensatz zum S02 und S0i ist dieses Modell mehr auf den Privatnutzer ausgerichtet, es ist günstiger, mit einer Kombination aus Schnelligkeit und Leistungsstärke. Zudem gibt es ein paar Besonderheiten wie einen Stauraum für zwei Helme. Man muss nicht zwischen fest installierten oder abnehmbaren Batterien wählen, weil es sich um tragbare Batterien handelt, bei denen neue Technologien eingesetzt werden. Man kann sie durch mobile Anwendungen steuern, lokalisieren, blockieren und zu jedem Zeitpunkt den Ladevorgang kontrollieren.

Sie arbeiten mit vielen städtischen und auch anderen Lieferfirmen zusammen. Gibt es noch weitere Sektoren, die für Elektromotoren in Frage kommen?

Wenn man uns fragt, welche Art Kunden wir ansprechen oder welche Marktnische wir besetzen wollen, lautet unsere Antwort: Gibt es einen Sektor, in dem man nicht Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt schonen möchte? Unsere Zielgruppen sind städtische Unternehmen, Lieferfirmen sowie die Polizei, Brandschutz- oder Reinigungsfirmen oder auch Autovermietungen.

Sind die Verleihfirmen für Autos tatsächlich bereit zu dieser Umstellung oder gibt es nach wie vor Vorbehalte?

Derzeit haben wir um die 60 Mietmotorräder im Umlauf. In diesem Sektor ist man noch sehr zurückhaltend mit dem Kauf unterer Produkte, aber man wird sich langsam darüber bewusst, dass die Zukunft in der Elektromobilität liegt.

Was suchen Kunden, die zum ersten Mal in Ihre Filiale kommen?

Der erste Kontakt ist ein ziemliches Aha-Erlebnis für die meisten Kunden. Zunächst wird nach dem Preis gefragt, und die meisten sind überrascht, weil die Motorräder von guter Qualität sind. Eine weitere Überraschung ist, dass sie zu 100 Prozent in Spanien gefertigt werden. Sie werden hier hergestellt und zusammengesetzt. Unsere Modelle sind langlebig, die Batterie hat vier Jahre Garantie. Wir bieten eine Sicherheit, die kein anderes Motorrad auf dem Markt vorweisen kann.

Aber spätestens bei der Probefahrt kommt Freude auf. Wenn die Kunden dann auch noch die Kosten pro Jahr sehen und diese mit konventionellen Modellen mit 125 ccm vergleichen, stellen sie fest, dass sie Benzinkosten und Wartungskosten sparen. Das einzige, was eventuell ausgetauscht werden muss sind Bremsbeläge bzw. Bremsflüssigkeit oder die Reifen.

Was sind die zukünftigen Herausforderungen von Silence Mallorca auf dem Markt?

Ein Ideal, das unser Unternehmenszusammenschluss Grupo Roxa verfolgt, ist der Umweltschutz. Wir möchten diese Denkweise noch stärker verbreiten und durch Veranstaltungen den Bürgerinnen und Bürgern näherbringen. Eine unserer nächsten Neueröffnungen wird, wie gesagt, auf Ibiza sein, denn dort geht die Tendenz klar nach oben. 85 Prozent der Neuzulassungen sind Motorräder von Silence. In Spanien wurden insgesamt 76.800 Motorräder zugelassen, von denen 1.200 elektrisch sind.

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