09. Januar 2019
09.01.2019

Von Mallorca aus in den Skiurlaub fahren

Strand und Gebirge auf Mallorca sind nicht alles. Mit dem Residenten-Rabatt kommt man günstig in den Skiurlaub aufs Festland

09.01.2019 | 01:00
Formigal-Panticosa ist ein Skigebiet in den aragonesischen Pyrenäen.

Für Mallorquiner ist Schnee manchmal wie das achte Weltwunder. Die wenigen Schneeflocken im Jahr in der Tramuntana ziehen die Insulaner an wie ein Bierzelt den deutschen Partyurlauber. Für Freunde des Wintersports sind die mallorquinischen Berge jedoch keine Erfüllung. Zum Ski- und Snowboardfahren muss der Mallorquiner aufs Festland reisen. Die MZ stellt die spanischen Skigebiete vor und erklärt, wie man hinkommt.

Aragonesische Pyrenäen


390 Kilometer, auf dieser Länge erstrecken sich die Skigebiete der Region. Das ist mehr als eine Umrundung von Mallorca. In diesem Jahr ist es erstmals möglich, einen Skipass (forfait) für alle Skigebiete zu kaufen. Für die ganze Saison kostet dieser 910 Euro und ist unter www.bit.ly/aragon-skipass erhältlich. Nachlass gibt es für Familien und Skifahrer, die nur werktags die Piste runterdüsen.

An einem Wochenende lassen sich sicherlich nicht alle Pisten erkunden. Mallorca-Residenten sollten sich daher auf ein Skigebiet konzentrieren. Selbst das könnte im Gebiet Formigal-Panticosa schon schwierig werden, denn der Verbund der beiden Skigebiete umfasst 180 Kilometer Piste. 37 Skilifte bringen die Skifahrer auf den Berg hinauf. Auf 141 Abfahrten geht es runter. Bei einer Zahl von 43 gibt es mehr schwarze Pisten – also schwierige Strecken – als blaue Einsteigerabfahrten. Beide Skigebiete sind mit einem kostenlosen Bus verbunden. Je nach Tag und Monat kostet ein Tagesticket für einen Erwachsenen zwischen 40 und 46 Euro, ab vier Tagen gibt es Rabatt. Unter www.formigal-panticosa.com lassen sich Ski und Snowboard 26 Prozent günstiger ausleihen als im Laden.

Hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses ist Cerler nicht zu empfehlen. Mit 67 Pisten über 77 Kilometer ist das Skigebiet weniger als halb so groß wie Formigal-Panticosa. Dafür sind die Preise mit 38 bis 44 Euro für ein Tagesticket ähnlich hoch. Auch in Cerler ist das Leihen der Sportgeräte online unter www.cerler.com günstiger.

Wie Formigal und Panticosa haben sich auch Astún und Candanchú zusammengeschlossen. Beide Skigebiete umfassen 100 Kilometer auf 75 Pisten. Ein kostenloser Skibus verbindet die beiden Orte. Das Tagesticket für die Skilifte kostet zwischen 39 und 43 Euro, den halben Tag ab 13 Uhr gibt es für 31 Euro.

Gelegenheitsfahrer sollten darüber nachdenken, sich eine Karte von Ski Pirineos zu holen. Für Kunden der Bank Ibercaja gibt es diese unter https://skipirineos.ibercaja.es kostenlos, Klienten anderer Banken zahlen 20 Euro. Mit der Karte kann man alle Lifte der aragonesischen Pyrenäen nutzen und zahlt erst nach der Fahrt. Für alle Skigebiete ist die Anbindung über den Flughafen in Zaragoza ratsam.

Katalanische Pyrenäen


Durch die vielen Fluganbindungen nach Barcelona oder die Fähre sind die katalanischen Pyrenäen schnell und einfach zu erreichen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Vielfalt. Baqueira Beret ist mit 165 Kilometern Spaniens größtes Skigebiet. Eine neue Abfahrt vom Cap de Bacivèr erlaubt eine fünf Kilometer lange Fahrt. Dafür ist der Skipass mit 52 Euro entsprechend teuer. Ab 13.30 Uhr mittags wird es mit 37 Euro günstiger. Senioren über 70 und Kinder unter sechs Jahren zahlen 5 Euro pro Tag. Ein Wermutstropfen: Sowohl ab Barcelona als auch ab Zaragoza sind es mit dem Auto immerhin noch rund 275 Kilometer bis ins Skigebiet.

Die Größe ist nicht alles. Laut der am 17. November in Kitzbühel verliehenen World Ski Awards ist das Skigebiet Boí Taüll das beste Spaniens. Bei der Wahl hatten Experten und Skifahrer aus aller Welt abgestimmt. Mit dem Puig Falcó (2.751 Meter) ist Boí Taüll das höchstgelegene Skigebiet der Pyrenäen. Der Skipass für die 45 Kilometer Pisten kostet 39 Euro pro Tag. Beim Kauf im Internet unter www.boitaullresort.com werden zehn Prozent Rabatt gewährt.

Bereits seit dem ersten November – Rekord für die Pyrenäen – ist das Skigebiet Masella geöffnet. Über 74 Kilometer erstrecken sich die Pisten. Den Skipass gibt es ab 40 Euro. Ein Highlight ist das Nachtskifahren bis 21.30 Uhr.

Die Skigebiete La Molina, Vall de Núria, Vallter 2000, Espot und Port Ainé gehören alle zur Gruppe Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya. La Molina bietet mit 70 Kilometern auf 66 Pisten die größte Abwechslung. Den Skipass für einen Erwachsenen gibt es für 40 Euro, der halbe Tag kostet 4 Euro weniger. Kinder unter sechs Jahren und Senioren ab 75 Jahren zahlen 4 Euro pro Tag.

Asturien/Kantabrien


Eine schwarze Piste sucht man im Skigebiet Alto Campoo im kantabrischen Campoo-Tal vergeblich. Vier grüne Übungshänge, zehn blaue und neun rote Abfahrten ergeben 30 Kilometer Piste. Zwölf Lifte führen wieder auf den Berg hinauf. 33 Euro kostet der Skipass in der Hochsaison, der halbe Tag ab 13 Uhr kostet 25 Euro. Senioren ab 70 Jahren fahren kostenlos. Der nächste Flughafen ist Santander.

Sierra Nevada


Sechs neue Pisten stehen den Skifahrern in dieser Saison zur Auswahl. Insgesamt geht es 110 Kilometer lang den Berg runter. Der fahrbare Höhenunterschied von 1.200 Metern ist nach Angaben des Skigebiets der größte Spaniens. 21 Lifte sind in Betrieb, wenn es die Schneebedingungen zulassen. Die Tageskarte kostet für einen Erwachsenen ab 37,80 Euro. Spezielle Rabatte gibt es für ein Halbtagesticket und für Senioren ab 60 Jahren. Die Anreise von der Insel erfolgt über einen Flug nach Sevilla oder Granada.

Madrid


Sightseeing und Skifahren – das lässt sich im Fall der Snowzone in Madrid verbinden. Die Skihalle ist jedoch eher für Anfänger gedacht. Bei einer Pistenlänge von gerade mal 250 Metern tritt bei erfahrenen Skifahrern schon nach wenigen Minuten Langeweile ein. Im Gegensatz zu Pisten im Freien ist der Lift in der Halle bis 22 Uhr (freitags und samstags bis 23 Uhr) geöffnet. Der Eintrittspreis für zwei Stunden schlägt mit 22 Euro zu Buche, der ganze Tag mit 36 Euro. Die Ausleihe kostet zusätzlich 18 Euro. Unter www.madridsnowzone.com gibt es jeweils zehn Prozent Rabatt.

Mit der Fähre in den Skiurlaub nach Barcelona  


Wer seine komplette Skiausrüstung hier auf Mallorca hat und Snowboard und Skier im eigenen Auto bequem mit aufs Festland nehmen möchte, kann dies dank eines neuen Abkommens der Reederei Trasmediterránea und der katalanischen Eisenbahngesellschaft tun. Die Fahrpläne der bis zu achteinhalb Stunden dauernden Überfahrten nach  Barcelona, die die Skigebiete La Molina und Vall de Nuria näher an Mallorca bringen sollen, finden Sie hier: www.bit.ly/Fährzeiten
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