24. März 2021
24.03.2021
Mallorca Zeitung

5.800 Strafe für Urlaub auf Mallorca - so machen es die Briten

London will sich weiter gegen Corona abschotten. Neuer Bußgeld-Katalog für Auslandsreisen könnte über den 17. Mai hinaus gelten - und Sommersaison auf der Insel verhageln

24.03.2021 | 10:20
Britische Urlauber auf Mallorca - hier eine Aufname vom Juli 2020 - wird es auch in den kommenden Monaten nicht geben

Die sich ständig ändernden Bestimmungen für Reisen nach Mallorca machen nicht nur deutschen Oster-Urlaubern zu schaffen. Das britische Parlament will am Donnerstag (25.3.) gar beschließen, Reisen ihrer Landsmänner ins Ausland ohne triftigen Grund weiterhin gänzlich zu verbieten - und das wohl möglich auch in den Hochsommermonaten. Wer sich nicht daran hält, muss mit Bußgeldern von rund 5.000 Pfund (etwa 5.800 Euro) rechnen.

Zwar sind Auslandsreisen wegen der Pandemie für Briten derzeit ohnehin nicht möglich, die aktuellen Regelungen gelten aber nur bis zum 17. Mai. Vermehrt hatte es in den vergangenen Monaten Hoffnungen darauf gegeben, dass das Reisen ins Ausland ab dann wieder unkompliziert möglich sein könnte - nicht zuletzt, weil das Impftempo in Großbritannien deutlich höher ist als beispielsweise in Deutschland und Spanien.

Nun gab der britische Gesundheitsminister Matt Hancock aber an, dass man weiter verhindern wolle, Corona-Fälle aus der EU ins Vereinigte Königreich einzuschleppen. Dort sind die Corona-Zahlen derzeit relativ gering. Das geplante neue Reiseverbot, das noch vom Parlament abgesegnet werden muss, soll bis mindestens 30. Juni gelten.

Mike Tildesley, wissenschaftlicher Berater der Johnson-Regierung, gab sogar an, dass Ferien im Ausland auch im Juli und August "extrem unwahrscheinlich" seien, da die Virusmutationen die Impfkampagne in Gefahr bringen könnten. Auch der Wissenschaftler Neil Ferguson riet in einem BBC-Interview, den Sommerurlaub innerhalb des Vereinigten Königreichs zu planen. "Es ist sehr wichtig, dass wir den Fortschritt schützen können, denn wir hier in Großbritannien erkämpft haben", so Matt Hancock am Dienstag (23.3.) zu Sky News.

Noch sei aber nichts in Stein gemeißelt. Premierminister Boris Johnson erklärte bei einer Pressekonferenz am Dienstag, dass er hoffe, am 5. April nähere Angaben machen zu können. Er sei sich darüber bewusst, wie sehr das Thema viele Briten beschäftige. Mitte April solle zudem eine mögliche Risiko-Ampel von der britischen Regierung evaluiert werden, die das Ansteckungsrisiko der möglichen Reiseländer widerspiegeln soll.

Für Mallorcas Tourismusbranche wäre ein Reiseverbot der Briten über den 17. Mai hinaus ein weiterer Tiefschlag. Vor allem in den bei britischen Urlaubern beliebten Ferienorten in der Gemeinde Calvià hatte man sich Hoffnung auf eine Rückkehr der británicos zum Beginn der Sommersaison gemacht. Ebenso auf Mallorcas Nachbarinsel Ibiza, die einen Großteil ihrer Stammurlauber aus dem Vereinigten Königreich bezieht. /somo

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