Die Balearen-Regierung schließt zumindest vorerst weitere Restriktionen zur Pandemiebekämpfung auf Mallorca und den Nachbarinseln aus. Man wolle die vergangene Woche eingeleiteten Maßnahmen jetzt erst einmal wirken lassen, so der Regierungssprecher und Tourismusminister Iago Negueruela am Montag (26.7) auf einer Pressekonferenz in Palma. "Wir vertrauen darauf, dass sie funktionieren und sich die Inzidenz stabilisiert", so Negueruela.

In den vergangenen Tagen war eine ganze Reihe Restriktionen in Kraft getreten. So will die Balearen-Regierung mit einem nächtlichen Versammlungsverbot und hohen Bußgeldern Partys und Trinkgelage als Infektionsherde unterbinden. Laut Negueruela sei man dabei am Wochenende auch schon vorangekommen. Demonstrativ hatten die Beamten auch Drohnen zur Überwachung eingesetzt.

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Der "große Polizeiensatz" und erste Sanktionen hätten schon "abschreckende Wirkung" gezeigt, so Negueruela. "Es hat bereits weniger botellones gegeben, und wir hoffen, dass es so weitergeht", so Negueruela. Botellones ist die spanische Bezeichnung für die Zusammenkünfte zumeist junger Menschen, um am Strand oder auf der Straße gemeinsam zu feiern.

Allein im Stadtgebiet Palma hatte die Polizei am Wochenende 182 Anzeigen gestellt, 76 davon wegen der Teilnahme an einem botellón. Darauf stehen Strafen von mindestens 1.000 Euro. In der von der Policía Local vorgelegten Bilanz ist auch die Rede von 176 Fahrzeugkontrollen sowie 24 identifizierten Personen..