Jetzt könnte die Saison für Mallorca noch einmal von vorne beginnen. Denn seit Sonntag (29.8.) sind die Reisen zwischen Deutschland und Balearen-Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera wieder wesentlich einfacher geworden. Nach einem Beschluss des Robert-Koch-Instituts vom Freitag (27.8.) sind die Balearen und mit ihnen ganz Spanien für die Bundesrepublik kein sogenanntes Hochrisikogebiet mehr (externer Link auf die Liste der Hochrisikogebiete). Zwar gelten nun weiterhin Vorgaben hinsichtlich Test- und Impfnachweisen. Es entfallen aber Quarantäne-Vorschriften für Nichtgeimpfte wie beispielsweise Kinder. Wer bei Einreise nicht vollständig geimpft oder genesen war, musste zuvor mindestens fünf Tage in Quarantäne. Bei Kindern unter zwölf Jahren endete diese automatisch nach fünf Tagen. Bei Personen ab zwölf Jahren konnte die eigentlich zehntägige Quarantäne ab dem fünften Tag durch einen Negativtest verkürzt werden. Die Quarantänepflicht für Reisende von Mallorca nach Deutschland ist nun weggefallen.

Nun können also etwa Familien aus Bayern und Baden-Württemberg noch kurzentschlossen auf die Balearen kommen, da die (schulpflichtigen) Kinder bei ihrer Rückkehr dann nicht mehr in Quarantäne müssten. In beiden Bundesländern dauern die Sommerferien noch bis zum 11. und 13. September. In Sachsen und Thüringen beginnt die Schule wieder Anfang September.

Die 7-Tage-Inzidenz auf Mallorca lag am Montag bei 148,5. mit deutlich fallender Tendenz. Für die Ausweisung als Hochrisikogebiet gibt das Robert Koch-Institut eine dauerhafte Inzidenz von "deutlich über 100" an. Berücksichtigt würden aber auch andere Indikatoren, so etwa die Krankenhausbelegung. Auch diese Zahlen sind auf Mallorca und den Nachbarinseln derzeit rückläufig.Wenn Sie die Infektions- und Inzidenzzahlen auf Mallorca tagesaktuell mitverfolgen möchten, finden Sie die aktuellen Statistiken unter diesem Link. Die allgemeinen Corona-Restriktionen, die auf Mallorca zur Zeit gelten, finden Sie hier.

Geändert hatte sich die Einstufung von Seiten Deutschlands zuletzt bei einigen Regionen in Spanien, in denen die Inzidenz in der vergangenen Woche noch deutlicher nach unten gegangen ist. Risikogebiete werden seit 1. August 2021 nur noch in zwei Kategorien ausgewiesen: Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete. Die Kategorie der „einfachen“ Risikogebiete ist entfallen. Dies bedeute nicht, dass für diese Gebiete kein Risiko mehr bestehe, heißt es auf der Website des Robert-Koch-Instituts. Es gebe vielmehr "weltweit ein relevantes erhöhtes Infektionsrisiko".

Geändert hatte sich Anfang August auch die Coronavirus-Einreiseverordnung: Seitdem gilt "aufgrund der zunehmenden weltweiten Verbreitung von leicht übertragbaren SARS-CoV-2-Varianten (insb. der Delta-Variante)", eine generelle Nachweispflicht, wie das Robert-Koch-Institut betont: "Die bedeutet, dass Personen ab 12 Jahren grundsätzlich bei Einreise über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen müssen." Die generelle Nachweispflicht gelte unabhängig davon, ob ein Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet stattgefunden habe.

Reisen von Mallorca nach Deutschland

Mallorca und die übrigen Inseln galten seit dem 27. Juli als sogenanntes Hochrisikogebiet, womit Test- und Quarantänepflichten einher gehen. Wurde die Einstufung am 22. August zunächst für die spanischen Regionen Asturien, Kastilien-La Mancha, Katalonien und die Autonome Region Valencia sowie auch die Kanarischen Inseln aufgehoben, werden nun auch die Balearen ab kommenden Sonntag (29.8.) kein Hochrisikogebiet mehr sein. Dasselbe gilt für die restlichen Regionen Spaniens.

Unabhängig davon gilt eine Art Zertifikats-Pflicht für Reisende. Die Zertifikate über Impfung, Genesung oder negative Testung müssen vor dem Abflug den Fluggesellschaften vorgelegt oder übermittelt werden. Die Nachweispflicht gilt auch bei der Einreise auf dem Landweg. Ausgenommen davon sind Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Genesene müssen "in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache" einen Nachweis über eine "Testung durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis" erbringen, der "mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate" zurückliegen darf.

Geimpfte müssen in einer der bereits genannten Sprachen "eine vollständige Schutzimpfung" mit einem der in Deutschland anerkannten Vakzine nachweisen. Bei bereits genesenen Personen reicht eine einzige Impfung.

Nicht- oder unvollständig Geimpfte oder Genesene müssen ein negatives Testergebnis vorweisen. Anerkannt sind laut Robert Koch-Institut Verfahren wie PCR, LAMP und TM (72 Stunden vor Einreise), aber auch Antigen-Tests, die maximal 48 Stunden vor der Einreise entnommen worden sein dürfen.

Reisende, die weder ein negatives Testergebnis noch einen Genesenen- oder Impfnachweis vorlegen können, dürfen von den Fluggesellschaften nicht befördert werden.

Weitere Details zu den Einreisebestimmungen können Sie dieser Website des Bundesgesundheitsministeriums entnehmen.

Reisen von Deutschland nach Mallorca - Deutschland bleibt Risikogebiet

Das gesamte Bundesgebiet gilt für Spanien (und damit für Mallorca) seit dem 23.8. als Risikogebiet. Dies bleibt auch in der am Freitag (27.8.) neu beschlossenen Liste so (externer Link), also bis mindestens zum 5. September. Eine neue Einschätzung erfolgt am Freitag (3.9.), die dann ab dem 6. September gilt. Reisende aus der Bundesrepublik müssen also vorerst weiterhin bei der Einreise ein Covid-Zertifikat vorlegen.

Das Covid-Zertifikat muss eines der drei folgenden Sachverhalte belegen: (1) eine vollständige Impfung, die mindestens 14 Tage zurückliegt, (2) die Genesung von der Krankheit oder (3) einen negativen PCR- oder Antigentest (Schnelltest, auch die sogenannten Bürgertests gehören dazu), der jeweils nicht älter als 48 Stunden alt sein darf. Die Zertifikate dürfen auf Spanisch, Englisch, Französisch oder Deutsch vorgelegt werden. Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter zwölf Jahren. Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums in Madrid ist die Ausweisnummer auf den negativen Testergebnissen nicht mehr vorgeschrieben.

Das Zertifikat muss meistens schon beim Check-in am Flughafen vorgelegt werden. Wer kein einwandfreies Dokument vorlegen kann, darf nicht mit. Die Liste wird wöchentlich aktualisiert.

Vor dem Flug muss in jedem Fall - also auch bei Anreise aus Nicht-Risikogebieten- ein Einreise-Formular ausgefüllt werden. Dort sind Fragen über den Gesundheitszustand und etwaige Covid-Zertifikate zu beantworten. Am besten man geht dafür auf die Website von Spain Travel Health (SpTH). Dort lässt sich auch eine App herunterladen. Über das Formular wird ein QR-Code generiert, der vorgewiesen werden muss.

Wer bei der Einreise Covid-19-Symptome aufweist oder aber das gegebenenfalls erforderliche Covid-Zertifikat am Flughafen nicht vorweisen kann, muss zu einer weiteren Kontrolle. Dort wird ein Corona-Schnelltest durchgeführt. Bei positivem Befund wird der Reisende isoliert und in vorbereitete Unterkünfte gebracht.

Zusätzlich zur Testpflicht wird bei allen ankommenden Passagieren die Temperatur gemessen. Das geschieht teils unbemerkt über Wärmekameras.

Weitere Informationen zu Spanien-Reisen finden sich auf einer Seite mit Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts.

Wo kann ich für die Rückreise meinen Test machen?

Eine Liste der Möglichkeiten und Anbieter von Corona-Tests auf Mallorca finden sie hier.

Brauche ich einen Corona-Reiseimpfpass?

Nein, aber der macht vieles leichter. Der Covid-Pass wird in Form eines QR-Codes sowohl in Deutschland als auch auf den Balearen ausgestellt und wird jeweils in der gesamten EU anerkannt. Den QR-Code kann man in verschiedenen Apps hochladen oder einfach als Bilddokument oder als Pdf-Format im Handy speichern oder auch ausgedruckt präsentieren.

Urlaub auf Mallorca: Welche Regeln gelten dort?

Eine detaillierte und aktuelle Übersicht über die aktuellen Corona-Regeln auf Mallorca finden Sie hier. Einen Überblick darüber, welche Anstandsregeln an der Playa de Palma gelten, finden Sie unter diesem Link. /tg