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Russischer Tui-Großaktionär verlässt Aufsichtsrat nach EU-Sanktionen

Das operative Geschäft des deutschen Touristikriesen ist von den Maßnahmen nicht betroffen

Alexej Mordaschow, Aufsichtsratsmitglied TUI Group, sitzt während der Hauptversammlung der TUI AG auf seinem Platz.

Alexej Mordaschow, Aufsichtsratsmitglied TUI Group, sitzt während der Hauptversammlung der TUI AG auf seinem Platz. / Swen Pförtner/dpa

dpa

Der russische Tui-Großaktionär Alexej Mordaschow verlässt angesichts der gegen ihn verhängten EU-Sanktionen den Aufsichtsrat des Reisekonzerns. Das hat das Unternehmen am Mittwoch mitgeteilt. "Ziel der EU-Sanktionen ist, dass Herr Mordaschow nicht mehr über seine Aktien an der Tui AG verfügen kann", hieß es. So solle verhindert werden, dass Mordaschow Erlöse oder Gewinne aus seiner Beteiligung an Tui erzielen kann. "In diesem Zusammenhang scheidet Herr Mordaschow auch mit sofortiger Wirkung aus dem Tui-Aufsichtsrat aus. Er hat die Niederlegung seines Mandates heute formell gegenüber dem Unternehmen erklärt", hieß es weiter.

Auf das Unternehmen selbst hätten die Sanktionen keine Auswirkungen, betonte Tui. "Die EU-Sanktionen betreffen Herrn Mordaschow als Person, nicht die Tui AG, an der er als Aktionär beteiligt ist." Das operative Geschäft werde vom Vorstand geführt. Mordaschow ist seit rund 15 Jahren Aktionär der Tui und mit rund einem Drittel der Anteile der größte Einzelaktionär des Touristikriesen.

Die EU hatte am Montag wegen Russlands Angriffs auf die Ukraine Sanktionen gegen russische Geschäftsleute und Oligarchen in Kraft gesetzt. Dazu zählte auch Mordaschow. Die Vermögenswerte der Betroffenen in der EU wurden eingefroren und ihre Reisefreiheit eingeschränkt.

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