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Mallorca Zeitung

Warum die Rettungsschwimmer in Palma de Mallorca am Freitag streiken

Was die Rettungsschwimmer der Stadt fordern und welche Strände betroffen sind

Ein Rettungsschwimmer an Palmas Stadtstrand Can Pere Antoni Daniel Jacob

Die Rettungsschwimmer, die an den Stränden Palmas arbeiten, streiken am Freitag (24.6.), dem Feiertag Sant Joan. Als Grund dafür geben sie die "Verletzung ihrer Arbeitnehmerrechte" an. Sie prangern an, dass es Bereiche wie Portixol und Molinar gibt, die nicht überwacht werden. Außerdem beschweren sie sich unter anderem darüber, dass ihre täglichen Überstunden nicht bezahlt werden und ihre Ausrüstung schlecht gewartet wird.

Ein weiterer Kritikpunkt der Rettungsschwimmer ist, dass nicht auf ihre Arbeitssicherheit geachtet werde. Aufgrund des Zustands und der Qualität des Sandes und des Wassers seien sie gefährdet, sagen sie, und an Tagen, nachdem es geregnet hat, hätten sie bereits "mehr als zehn Nagetierkadaver und unzählige Spritzen" am Ufer eingesammelt. Die Rettungsschwimmer fordern aus Arbeitsschutzgründen außerdem, dass die "mangelhaften" Türme, in denen sie aktuell sitzen, durch geschlossene Türme ersetzt werden.

Sie fordern weiter die Ausweitung des Dienstes von 8 Uhr bis 20 Uhr und von der Osterwoche bis zum 31. Oktober, da in der Zeit die Strände am stärksten besucht seien. Angesichts ihrer Arbeit im Gesundheitswesen und der hohen Lebenserhaltungskosten auf der Insel fordern sie außerdem eine Erhöhung ihrer Gehälter, da der Mindestlohn "unzureichend" sei.

Ohne Einigung wird weiter gestreikt

Der Zusammenschluss der Rettungsschwimmer Mallorcas (Unió de Socorristes de Mallorca) hat zu dem Streik der rund 50 Rettungsschwimmer der Stadt aufgerufen. Davon betroffen sind Platja de Palma, Cala Estancia, Ciutat Jardí, Can Pere Antoni und Cala Major. Christian Melogno, Sprecher der Rettungsschwimmer Palmas, erklärte am Dienstag gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca", dass der Streik eine "Performance" am Can Pere Antoni beinhalten werde.

Außerdem sagte Melogno, er werde am 30. Juni an der Plenarsitzung des Stadtrats von Palma teilnehmen. "Allerdings werden uns aktuell noch Steine in den Weg gelegt, um überhaupt einen Streik antreten zu dürfen, weil wir als Grundversorgungsdienst betrachtet werden."

Sollte keine Einigung erzielt werden, würden die Rettungsschwimmer ab jetzt am zweiten und vierten Sonntag jeden Monats streiken, warnte Melogno.

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