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Mallorca Zeitung

Schutz vor Urlaubern: Olivenbaum auf dem Rathausplatz von Palma wird umzäunt

Der Zaun aus massivem Eisen soll den Baum möglichst wenig verdecken

Der Olivenbaum am Rathausplatz ist häufig von Urlaubern umgeben. Josep Capó

Ein ovaler Metallzaun soll den Olivenbaum am Rathausplatz von Palma vor Urlaubern schützen. Das Dezernat für Infrastruktur hat den Bau des Zauns in Auftrag gegeben. Grund dafür ist, dass Touristen häufig auf den geschützten Baum klettern, was langfristig große Schäden verursacht.

Die Pflanze ist vom balearischen Umweltministerium zu einem Baum von "kommunalem Interesse" erklärt und vom Artenschutz als einzigartiger Baum katalogisiert worden. Das Exemplar, das dem Rathaus von Jaume Batle gestiftet wurde, ist schätzungsweise zwischen 500 und 600 Jahre alt. Er wurde im Mai 1998 von der Finca Pedruixel-la Petit in Pollença an seinen heutigen Standort am Rathausplatz verpflanzt.

Wurzeln des Baumes wurden mit Georadar untersucht

Der ovale Zaun, der von dem städtischen Architekten Sbert Casayas entworfen wurde, soll aus massiven Eisenstangen mit fast 6 cm Durchmesser bestehen. Geplant ist eine Höhe von 94 cm. Damit soll der Zaun hoch genug sein, damit die Menschen nicht herrübersteigen.

Entwurf des zukünftigen Metallzauns um den Olivenbaum am Rathausplatz von Palma Stadt von Palma

Außerdem sei dieser neue Zaun "für den Baum, insbesondere für sein Wurzelwerk, völlig unschädlich". Um sicherzugehen, dass dem Baum nichts geschieht, wurde im Februar dieses Jahres das Wurzelwerk mit Georadar untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die Wurzeln des Baumes weit über den Raum der Baumumrandung gewachsen waren und es wurde empfohlen, nichts an der aktuellen Konstruktion zu ändern, sondern eher etwas hinzuzufügen. Wichtig war dem Architekten bei seinem Entwurf, dass der Zaun den Olivenbaum so wenig wie möglich verdeckt und auch nicht optisch mit der Pflanze konkurriert.

Seit seiner Aufstellung auf dem Rathausplatz hat sich die Umgebung des Olivenbaums mehrfach verändert. Ursprünglich wurde er in einer kreisförmigen Nische gepflanzt, die von einer Betonbrüstung begrenzt war. Bei der Umgestaltung des Platzes in den Jahren 2005 und 2006 wurde auch diese Baumumrandung verändert, sodass sie ihre heutige quadratische Form erhielt. 2017 wurde eine einfache Seilbegrenzung errichtet, die von vier Eisenpfählen gestützt wird. Auch damit sollte bereits verhindert werden, dass sich zu viele Menschen dem Baum näherten.

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