Urlauber geben aktuell "außergewöhnlich" viel Geld auf Mallorca aus
Die Entwicklung ist ein Zeichen, dass die Nebensaison immer mehr belebt wird

Die Umsätze von Restaurants und Bars auf Mallorca sind aktuell dank ausländischer Residenten und Urlaubern so hoch wie selten. / MANU MIELNIEZUK
DM
Hoteliers und Gastronomen auf Mallorca freuen sich auf eine hervorragende Tourismussaison. Denn schon jetzt sind die Ausgaben von Urlaubern auf der Insel "außergewöhnlich" hoch, heißt es aus der Tourismusbranche. Größere Unternehmen geben an, dass ihr Umsatz mit Urlaubern um mehr als 30 Prozent im Vergleich zu 2019 gestiegen ist. Vergleicht man mit dem Vorjahr, ist der Anstieg sogar noch stärker, aber da im Frühjahr 2022 noch Corona-Maßnahmen galten, wird 2019 als Vergleichsjahr genommen.
Dass bereits im März mehr Urlauber auf der Insel sind, ist ein Anzeichen dafür, dass wie von der Wirtschaft erhofft, die Nebensaison immer mehr belebt wird. Nur die innerspanischen Urlauber haben in diesem Jahr abgenommen. Pedro Mesquida, Vorsitzender des Einzelhändlerverbands Jaume II., vermutet, dass das schlechte Wetter in den vergangenen Wochen die Spanier abgeschreckt hat. "Die Kälte ist zu spät nach Mallorca gekommen", bedauert er.
Deutsche geben am meisten Geld auf Mallorca aus
Alfonso Robledo steht der Gastronomie-Abteilung des Unternehmerverbands CAEB vor. Er weist darauf hin, dass nicht nur die erhöhte Zahl an Urlaubern die Umsätze in Restaurants und Cafés in die Höhe treibt. In Lokalen mit hoher Qualität sei eine wachsende Zahl von ausländischen Residenten zu gut zahlenden Stammkunden geworden. Urlauber und Residenten aus dem Ausland geben generell mehr Geld auf Mallorca aus als spanische Kundschaft.
Klassischerweise sind die meisten Urlauber und Residenten auf Mallorca Deutsche und Briten. Doch die Unternehmer sagen, dass sich der Kundenstamm immer weiter ausweitet. Am meisten Geld lassen weiterhin Deutsche da, doch auch Schweden und Schweizer zeichnen sich durch im Schnitt sehr hohe Ausgaben aus. In geringerem Maße kommen Dänen hinzu. Weiterhin sind auch viele Briten auf der Insel, wenngleich ihre durchschnittlichen Ausgaben niedriger sind als die der zuvor genannten Nationalitäten. /mwp
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