Ein Drittel der Mallorca-Urlauber hat kein Verständnis für Massentourismus-Proteste

29 Prozent glauben, es werde sich dadurch nichts ändern, 28 Prozent äußern in einer Umfrage Verstandnis

Die volle Playa de Palma.

Die volle Playa de Palma. / Atienza/Efe

32 Prozent der Mallorca-Urlauber halten die Proteste gegen die Auswirkungen des Massentourismus für "nicht gerechtfertigt". Die Menschen lebten schließlich vom Tourismus, lautet die Auffassung von knapp einem Drittel der vom Meinungsforschungsinstitut Gadeso befragten 600 Urlauber. Erst am Sonntag (16.6.) protestierten rund 300 Menschen gegen die Überfüllung der Strände und besetzten den als "Instagram-Bucht" bekannt gewordenen Caló d'es Moro im Südosten von Mallorca.

Nur rund 28 Prozent können den Unmut nachvollziehen. 29 Prozent der Befragten gaben an, dass die Proteste "nichts ändern werden" und elf Prozent der Mallorca-Touristen hatten zum Zeitpunkt der Umfrage Anfang Juni nichts von dem Unmut mitbekommen.

Fast zwei Drittel finden es voller als früher

Auch um die Überfüllung auf der Insel ging es in der Umfrage. Hierfür wurden nur Urlauber befragt, die bereits mehrmals auf den Balearen zu Gast waren. Von ihnen gaben 61 Prozent an, dass es deutlich voller oder zumindest ein wenig voller war als bei ihrem letzten Aufenthalt. Nur zehn Prozent der Befragten glauben, dass die Inseln die Massifizierung besser in den Griff bekommen haben.

Als gravierendste Probleme identifizieren die Urlauber - wenig überraschend - die vollen Strände, die überfüllten Straßen und den Parkplatzmangel sowie die vollen Busse und Züge. Die Infrastrukturausstattung der Balearen bekommt von den Urlaubern lediglich 3,8 von möglichen 10 Punkten. Die Sicherheit schneidet vor allem auf Mallorca und Ibiza schlecht ab.

So schneiden die Unterkünfte ab

Am besten kommen die Unterkünfte ab, schaffen es aber auch gerade mal auf eine Note von 6,1. Vor allem im Bereich des All-inclusive gab es aufgrund von Preiserhöhungen und den Einschränkungen beim Ausschank von Alkohol negativere Bewertungen. Die Ferienvermietung wurde von den Urlaubern besser bewertet als in den vorangegangenen Untersuchungen, allerdings kommt der Bereich noch immer nicht auf die Note 5 von 10. /jk

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