Podcast mit MZ-Chef: Hetze gegen Deutsche auf Mallorca, aber US-Amerikaner werden hofiert?

Auch in der Juni-Ausgabe des Podcasts geht es um das Thema Überfüllung der Insel

Chefredakteuer Ciro Krauthausen im MZ-News-Talk.

Chefredakteuer Ciro Krauthausen im MZ-News-Talk. / Plattes Group

Redaktion MZ

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Neuer Monat, neue Folge des Podcasts MZ-News-Talk. Und auch diesmal ist die Überfüllung der Insel das dominierende Thema. Im Gespräch mit Moderator Jörg Jung plädiert MZ-Chefredakteur dafür, erst einmal die Zahlen abzuwarten, bevor man sich ein Urteil über die diesjährige Saison bildet. "Mein Eindruck ist, es gibt in Sachen Urlauber-Überfüllung auch eine gewisse Hysterie", so Krauthausen. "Schon seit einigen Jahren verzeichnet die Insel eine beträchtliche Anzahl an Urlaubern. Aber ob das jetzt dieses Jahr so viel schlimmer ist als zuvor, wage ich zu bezweifeln."

Des Weiteren geht es um das Thema Wohnungsnot und die ständigen Ankündigungen, wie man der Problematik Herr werden möchte: "Man hat nicht das Gefühl, dass das durchdacht ist. Es zeigt aber wiederum, wie besorgt man auch in der Politik darüber ist, dass dieser Unmut weiter wachsen könnte."

Hetze beim Mallorca Live Festival

Nicht zuletzt geht es aber auch um die Frage, wie die Deutschen auf der Insel wahrgenommen werden. Krauthausen berichtet vom Mallorca Live Festival, wo der mallorquinische Musiker Rels B vor dem Publikum den Deutschen die Schuld dafür gab, dass die Strände so voll sind und sie nicht zitierfähig beschimpfte. "Warum macht er das? Einmal, weil es wahrscheinlich seine Art ist. Er inszeniert sich da ein bisschen. Er greift aber vielleicht auch eine Stimmung auf und so etwas kann sich hochschaukeln", erklärt der MZ-Chef.

Interessant sei hierbei auch der Unterschied zu den US-Amerikanern: "Ich sprach neulich mit Verantwortlichen der Tourismuspolitik, die weiterhin befürworten, in den USA offensiv für Malloca zu werben. Die gehen natürlich davon aus, da kommen nicht so viele und sie sind sehr zahlungskräftig. Aber lass die US-Amerikaner mal auf den Geschmack kommen und es mehr Flüge werden. Sie könnten eine beträchtliche Besuchergruppe darstellen." Prominente Besucher wie Kendall und Kylie Jenner hätten durch ihre Reichweite auf Social Media das Potenzial, viele Menschen auf Mallorca aufmerksam zu machen.