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Illegale Ferienvermietung auf Mallorca: Inselrat erhöht Zahl der Inspektoren um 50 Prozent

Insgesamt werden in der Institution 27 neue Stellen geschaffen

Wird hier an Urlauber vermietet?

Wird hier an Urlauber vermietet? / DM

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Frank Feldmeier

Frank Feldmeier

Kaum ein Monat vergeht, in dem der Inselrat auf Mallorca nicht ein härteres Vorgehen gegen die illegale Ferienvermietung ankündigt, so auch im August. Diesmal setzt der Consell auf mehr personelle Ressourcen. Man werde die Zahl der Inspektoren um 50 Prozent auf 30 erhöhen, heißt es in einer Pressemitteilung des Inselrats vom Freitag (2.8.).

Gleichzeitig werde es zwölf Neueinstellungen in der Abteilung geben, die die Sanktionen ausstelle - bislang sind hier fünf Mitarbeiter zu Gange - sowie weitere fünf in weiteren Abteilungen, um die Abläufe zu optimieren. Damit würden praktisch auf einen Schlag 27 Stellen geschaffen, um der Praxis der illegalen Vermietung endlich annähernd Herr zu werden, wie Tourismusdezernent José Marcial Rodríguez Díaz bei einer Pressekonferenz ankündigte. Er verwies darauf, dass es nicht nur darum gehe, Sanktionsverfahren einzuleiten, sondern diese auch effizient zu Ende zu bringen. Dafür habe bislang das Personal gefehlt. Unklar blieb allerdings, ab wann genau die neuen Mitarbeiter ihre Stellen antreten.

Rollkoffertouristen in Palma de Mallorca.

Rollkoffertouristen in Palma de Mallorca. / Foto: Ramon

Bis vor kurzem hatte noch die balearische Landesregierung die Zuständigkeit für die Inspektionen im Tourismus inne gehabt. Bei der Abtretung der Kompetenzen sei nicht die hohe Zahl der Gästebetten berücksichtigt worden, die Ressourcen seien deswegen unzureichend gewesen, kritisierte Rodríguez. Er forderte zudem, dass seine Abteilung auch Mittel aus den Einnahmen der Touristensteuer erhalten sollte, um die Ressourcen weiter auszubauen.

Bisherige Schritte

Zuletzt hatte der Inselrat angekündigt, ab sofort Sanktionen in Höhe von mindestens 80.000 Euro gegenüber Eigentümern auszusprechen, die Ferienwohnungen illegal an Mallorca-Urlauber vermieten. Die Spannweite bleibt bei 40.000 bis 400.000 Euro, doch bislang wurde stets die niedrigstmögliche Strafe verhängt.

Auch die neue EU-Richtlinie für Kurzzeitvermietungen, die noch umgesetzt werden muss, soll bereits in Teilen in der Praxis angewandt werden. Sie sieht beispielsweise vor, dass Anzeigen für illegale Angebote von den Portalen entfernt werden müssen.

Unmut in Bevölkerung

Die illegale Ferienvermietung gilt neben dem starken Bevölkerungswachstum und dem Mangel an Neubauwohnungen als einer der Gründe für die herrschende Wohnungsnot auf den Balearen. Sie stand mit im Mittelpunkt der Demonstration gegen die Auswirkungen des Massentourismus.

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