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Proteststurm gegen neue Strandbuden in Port d'Alcúdia

Anwohner fordern einen Baustopp und den Abriss der sechs geplanten Chiringuitos

Blick auf den Neubau.

Blick auf den Neubau. / J.F. Mestre

Der Bau der neuen Kioske am Strand von Port d'Alcúdia im Norden von Mallorca hat einen Proteststurm bei den anliegenden Anwohnern und Geschäftsleuten ausgelöst. Sie kritisieren, dass mit den sechs Chiringuitos die Sicht auf das Meer zugebaut werde, was Geschäftseinbußen und einen beträchtlichen Wertverlust zur Folge habe.

Die Pläne rund um die Strandbuden erhitzen schon länger die Gemüter. Erst verzögerte sich der Abriss der alten Bauten, dann wurde in Kauf genommen, dass der Bau der neuen Strandkioske auch während der Hauptsaison vonstatten gehen soll, abgeschirmt von großflächigen Planen, um zumindest optische Beeinträchtigungen zu minimieren.

Die Kritik im einzelnen

Nun rückt der Standort der neuen Strandbuden in den Vordergrund, wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet. Bei einer Versammlung betroffener Anwohner kamen am vergangenen Donnerstag (8.8.) zwei Dutzend Personen zusammen. Dabei wurde die Forderung an die Gemeinde von Alcúdia laut, die Bauarbeiten zu stoppen und die Kioske abzureißen. Wenn nicht, werde man vor Gericht ziehen. Durch die Kioske drohe eine Wertminderung wegen der verdeckten Sicht, man fürchte auch eine beständige Lärmbelästigung. Betroffen ist insbesondere auch das Restaurant eines Hotels, wo die lautstarken Arbeiten die Urlaubslaune der Gäste trübten.

Im Unterschied zu den jetzigen Kiosken waren die früheren aus Holz und befanden sich in größerem Abstand zu den Häusern an der Promenade. Die neuen Standorte der Chiringuitos, die jeweils 32 Meter lang, 6,5 Meter breit und knapp fünf Meter hoch werden sollen, sind nun nur durch den Fußgängerweg von Wohnhäusern, Restaurants oder Hotels getrennt.

So sollen die neuen Strandbuden in Port d'Alcúdia aussehen.

So sollen die neuen Strandbuden in Port d'Alcúdia aussehen. / DM

Die Pläne im Rathaus

Wie es bei der Versammlung am vergangenen Donnerstag hieß, habe die Küstenbehörde das Projekt der Gemeinde genehmigt. Zudem wurde darauf verwiesen, dass nach der öffentlichen Auslegung keine Eingaben eingegangen seien. Das Budget für Abriss und Neubau wird mit vier Millionen Euro angegeben, wobei auch die EU Mittel beisteuert. Im Rathaus ist geplant, dass die Strandbuden nicht nur in der Hochsaison geöffnet sind.

Im Fall von einem der sechs Kioske ruhen laut "Diario de Mallorca" bereits jetzt die Bauarbeiten. Anwohner hatten erreicht, dass der auf einer mit Kiefern bewachsenen Fläche geplante Bau weiter entfernt errichtet werden soll.

Bauarbeiten in der Hochsaison.

Bauarbeiten in der Hochsaison. / Gabriel Crespí

Wichtige Einnahmequelle

Der Betrieb der Strandbuden per Konzession stellt wichtige Einnahmen für die Gemeinde dar, sie belaufen sich laut mallorquinischer Lokalpresse auf gewöhnlich mehr als 800.000 Euro im Jahr. Bereits 2022 waren nicht mehr alle balnearios in Betrieb. Eine erste Ausschreibung der Arbeiten war ergebnislos geblieben. /ff

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