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Große Sorge an der Playa de Palma: Wer ist ab Dezember für den beliebten Strand verantwortlich?

Der Vertrag der Stadt mit dem Unternehmen Mar de Mallorca läuft am 30. November aus. Wie es danach weitergeht, ist völlig offen. Die Angestellten sind in Sorge

Mar de Mallorca ist auch für die Sonnenschirme und die Liegen verantwortlich.

Mar de Mallorca ist auch für die Sonnenschirme und die Liegen verantwortlich. / Maria Pedraz

Der Krimi um die Strandliegen und Sonnenschirme, aber auch die Pflege der Grünflächen an der Playa de Palma geht in die nächste Runde: Am 30. November läuft der Vertrag der Stadt Palma und dem Konzessionär, der Firma Mar de Mallorca, aus. Und bislang ist nicht klar, wer sich ab dem 1. Dezember um den beliebten Urlauberstrand kümmern wird. Wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet, hat es bislang keine neue Ausschreibung gegeben.

Konzession seit 1997

Das Unternehmen verwaltet die Playa seit 1997. Damals unterschrieb das Unternehmen einen Vertrag über 25 Jahre. Dieser wurde nach Ablauf immer wieder verlängert, zuletzt im vergangenen Jahr. Damals argumentierte die neu gewählte konservative Stadtverwaltung, man habe keine Zeit gehabt, eine ordnungsgemäße Ausschreibung für die Neuvergabe in die Wege zu leiten. Stattdessen versprach man, dies für die Saison 2025 zu tun.

Im Februar 2024 klagte Mallorcas größter Umweltschutzverband Gob beim Stadtrat gegen die Verlängerung. Die Umweltschützer sprachen von einem "geschützten Monopol" und erklärten, dass man „nicht zulassen könne, dass ein so wichtiger Strandabschnitt mit 6.000 Liegen, 3.000 Sonnenschirmen und zahlreichen Wassersporteinrichtungen noch nie gemäß den Regeln zur Bewirtschaftung vergeben wurde“.

Der von der PP dominierte Stadtrat beschloss, die Eingaben der Umweltorganisation mit der Begründung abzuweisen, dass "die Kontinuität der Strandreinigung, die Reinigung der Bereiche an den Ausgängen der Kanalisation und die Pflege und Erhaltung der Gärten an der Strandpromenade aufrechterhalten werden müssen".

Angestellte in Sorge

Doch über ein halbes Jahr später ist immer noch nicht klar, wie es weitergeht. Das macht nun vor allem den über 60 Angestellten des Unternehmens Sorgen, die zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgehen müssen, ab Dezember arbeitslos zu sein. Betriebsratssprecher Enrique Vázquez erklärte, man sei sehr besorgt. "Wir wissen, dass die Stadtverwaltung die Firma um eine Liste der Angestellten gebeten hat. Wir gehen davon aus, dass die Absicht besteht, uns an den zukünftigen Konzessionär zu vermitteln, aber uns wurde nicht gesagt, ob dies der Fall ist und wenn ja, unter welchen Bedingungen."

Die Playa de Palma ist nicht der einzige Strand der Stadt, an dem Unsicherheit herrscht. Auch in Cala Major, Can Pere Antoni, Cala Estància und Ciutat Jardí laufen die Konzessionen aus, allerdings erst im März 2025, wodurch die Stadtverwaltung noch etwas mehr Handlungsspielraum hat. Sie könnte die Situation um die auslaufenden Verträge nutzen, um die Verwaltung der Strände neu zu gestalten. Dazu gehört auch die Reduzierung der Sonnenschirme und Strandliegen, um auf das Strandsterben der vergangenen Jahre zu reagieren.

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