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"Nicht untätig bleiben": Nachhaltigkeitskongress versammelt internationale Tourismusexperten auf Mallorca

Die dritte Ausgabe des "Sustainable Destinations Summit" findet am 16. und 17. Oktober auf der Insel statt

Llorenç Galmés.

Llorenç Galmés. / Consell

Frank Feldmeier

Frank Feldmeier

"Mallorcas Inselrat kann nicht untätig bleiben. Es ist der Moment gekommen, mutige Entscheidungen zu treffen." Die Worte von Inselratspräsident Llorenç Galmés sind so ähnlich schon vorher gefallen, an diesem Donnerstag (17.10.) aber sprach er sie vor einem Publikum mit internationalen Experten in Sachen Nachhaltigkeit im Tourismus, darunter etwa Zoritsa Urosevic, Exekutivdirektorin der Weltorganisation für Tourismus (UN Tourism). Rund 250 Teilnehmer zählte die veranstaltende Stiftung Fundació Mallorca Turisme am ersten von zwei Kongresstagen im Luxushotel Zoëtry in der Gemeinde Llucmajor. Es ist die bislang dritte Ausgabe des "Sustainable Destinations Summit".

Als Beispiele für bereits getroffene Entscheidungen des Inselrats in Sachen Nachhaltigkeit nannte Galmés eine Reduzierung der Gästebettenzahl auf Mallorca, eine Verringerung der Besuche auf Tourismusmessen zu Marketingzwecken sowie einen verstärkten Kampf gegen illegale Angebote in der Ferienvermietung.

Runde Tische

Thomas Ellerbeck, Chief Sustainability Officer der Tui-Gruppe, brach eine Lanze für den Pauschaltourismus, der im Gegensatz zur Ferienvermietung keine negativen Auswirkungen auf den heimischen Wohnmarkt habe. Lob gab es für die Initiative der balearischen Landesregierung, in einem partizipativen Prozess den Tourismus nachhaltiger gestalten zu wollen und alle Beteiligten an Runden Tischen zu versammeln. Bei einer Gesprächsrunde unter dem Motto "That's my place to live" ging es um die Frage, wie lokale Produkte der heimischen Bevölkerung neue Geschäftsfelder erschließen und dabei helfen können, Traditionen zu bewahren.

Mini-Demo am Eingang

Kritik an der Veranstaltung kam dagegen von einem halben Dutzend Demonstranten, die vor der Veranstaltung vor dem Eingang Position bezogen hatten. "Stop Greenwashing", war einer der Slogans, den sie skandierten.

Internationale Teilnehmer

Durch Referenten vertreten sind mehrere Dutzend internationale Vereinigungungen, Institutionen und Unternehmen, so etwa Atlantic Sustainable Tourism Observatory, Food and Agriculture Organisation (FAO), Tourism Affairs Department Austria, Inter-american Development Bank, Thompson Okanagan Tourism Association (TOTA) Canada, World Health Organization for Europe (WHO), World Sustainable Hospitality Alliance, UNDP Malaysia, Annals of Tourism Research , Alpitour Group, ASPAYM, Brain&Code, Costa Rica Institute of Tourism, Icelandic Tourist Board, FEHM, Futouris, LifeAdaptCalaMillor, Malta Tourism Authority, Nature Metrics, TUI Group, Turespaña, Turismo de Islas Canarias, Travel Tech2 oder Visit Berlin. 

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