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Mietwagen für 17 Euro in der Woche auf Mallorca gemietet: Deutsche Kundin ist dennoch über Goldcar empört

Bei der Anmietung am Flughafen Son Sant Joan sind einige Dinge anders gelaufen als erwartet. Vor allem die "manipulativen Praktiken" der Mitarbeiter habe sie erschüttert, schreibt die Leserin

Am Schalter von Goldcar am Flughafen von Palma.

Am Schalter von Goldcar am Flughafen von Palma. / MZ

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Johannes Krayer

Johannes Krayer

Klagen über Mietwagenfirmen auf Mallorca sind nahezu an der Tagesordnung. Häufig trifft es die eher günstigen Anbieter, und so auch diesmal: Eine MZ-Leserin beschwert sich über die Behandlung am Flughafen von Palma, die sie vom Vermieter Goldcar und der Buchungsplattform Doyouspain erfahren hat.

Die Inselresidentin spricht in einer Mail an die MZ von "offensichtlich kriminellen und unethischen Geschäftspraktiken" der beiden Unternehmen. Und es handle sich dabei keineswegs um Einzelfälle, "sondern um eine tägliche Verkaufspraxis dieses Unternehmens, die auf Täuschung, Druck und versteckten Kosten basiert".

Alles beginnt mit einem Schnäppchen

Die Urlauberin J. B. hatte auf der Plattform Doyouspain ein äußerst günstiges Angebot für einen Mietwagen auf Mallorca gesehen: 17 Euro für acht Tage beim Anbieter Goldcar. Sie habe sich dann sowohl bei Doyouspain als auch bei Goldcar wegen einer Vollkaskoversicherung erkundigt. Bei Goldcar hätte sie 260 Euro für den fraglichen Zeitraum gekostet, bei Doyouspain 60 Euro. Die Leserin entschied sich für letztere Option, auch wenn der Broker ihr mitteilte, dass sie zusätzlich 1.400 Euro Kaution hinterlegen müsse.

"Vor Ort bei Goldcar stellte sich heraus, dass die Versicherung von Doyouspain lediglich eine Teilkaskoversicherung war, mit einer Selbstbeteiligung von 3.000 Euro. Als ich versuchte, die neuen Konditionen zu fotografieren, wurde mir dies verweigert", schreibt B. weiter. Zusätzlich hatte das angemietete Auto zahlreiche Mängel, so die MZ-Leserin. "Die Unfallzettel, die mir mitgegeben wurden, stimmten nicht mit den tatsächlichen Schäden überein, die offensichtlich und ersichtlich waren."

Vorfälle am Schalter

Drei Mal habe sie das Auto wechseln müssen, da jeweils technische Mängel und nicht vermerkte Unfallschäden feststellbar gewesen seien. Darüber hinaus habe ihr Goldcar noch Zusatzgebühren von 7 Euro pro Tag abknöpfen wollen, weil sie auf einem kleineren Auto bestehen wollte. "Ich hatte ein Mittelklasse-Fahrzeug gebucht", berichtet B. Angeboten worden seien ihr allerdings ausschließlich SUVs.

Doch ihre Erlebnisse am Schalter hätten sie am meisten erschüttert, schreibt die Leserin. Sie stand länger in der Schlange und wurde Zeugin von "manipulativen Praktiken und unprofessionellem Umgang mit Kunden". So habe eine Familie vor ihr 700 Euro nachzahlen müssen, "weil sich im Vertrag unerklärliche Kosten fanden, die vorab nicht kommuniziert wurden". In einem anderen Fall habe ein älteres Paar 300 Euro zusätzlich zahlen müssen, obwohl es keinerlei Hinweise auf diese Kosten in den Vertragsbedingungen gegeben habe.

Nachdem sie ihre Erfahrungen in den sozialen Medien geteilt hatte, habe sich bei ihr eine andere Frau gemeldet, die ebenfalls die Vollkaskoversicherung mit 3.000 Euro Selbstbeteiligung unterschreiben sollte. "Sie musste sogar die Polizei rufen", schreibt B. weiter, die von "versteckten Kosten und unfairen Konditionen" spricht. Es handle sich um eine "inakzeptable Geschäftspraxis", die "die Kunden systematisch in unzumutbare Situationen" bringen.

Ein Anruf bei einem Sprecher von Goldcar blieb zunächst unbeantwortet.

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