Doch zu wenig Regen: Die Preise für Olivenöl in Spanien ziehen wieder an
Die Bauern befürchten weitere negative Folgen der Trockenheit auch für die Ernten 2025 und 2026

Wird wieder teurer: Olivenöl auf Mallorca. / Fet a Sóller
Das Olivenöl auf Mallorca wie im ganzen Land dürfte in den kommenden Wochen wieder teurer werden. Mehr als elf Monate nahezu kontinuierlicher Preisrückgang scheinen zu Ende zu sein, die Kosten für das begehrte Öl ziehen seit Jahresbeginn 2025 an. Grund ist der ausbleibende Regen im November und Dezember in den Regionen Andalusien und Extremadura, wo ein Großteil der Olivenernte eingefahren wird.
Nachdem der Preis Anfang 2024 bei rund neun Euro pro Liter gelegen hatte, sank er im Jahresverlauf rapide bis auf unter 3,50 Euro kurz vor dem Jahreswechsel. Viele Branchenkenner erwarteten sogar Preise um rund drei Euro für 2025, doch das Wetter machte den Landwirten einen Strich durch die Rechnung.
Die Trockenheit Ende des Herbstes verkomplizierte die Situation wieder und führte dazu, dass die Oliven kleiner und damit weniger saftig waren. Auf Mallorca sah die Situation ohnehin das ganze Jahr über dramatisch aus, hier wurden Ernteeinbußen von mehr als 78 Prozent verzeichnet.
Preissteigerungen bei allen Sorten
Der Indikator Pool Red, der den Preis des Olivenöls in dem Moment registriert, in dem das Öl den Erzeuger verlässt, stellte bei der jüngsten Aktualisierung am 3. Januar Preissteigerungen bei allen Arten des Öls fest.
Am stärksten verteuerte sich die Sorte Virgen, und zwar um immerhin 47 Cent innerhalb von einer Woche. Der Liter kostete nun 3,98 Euro. Die Sorte Extra Virgen wurde nur um vier Cent teurer und kostete 4,25 Euro.
Auch der Mehrwertsteuersatz ist angestiegen
Den Landwirten macht die Trockenheit Sorgen, nicht nur weil die aktuelle Ernte damit deutlich schwächer ausgefallen ist als erwartet, sondern auch im Hinblick auf die kommende Ernte, da die Bäume anfälliger für Krankheiten sind und weniger Früchte produzieren.
Verbraucher bekommen die Preissteigerung im Supermarkt wohl in den kommenden Wochen zu spüren, vor allem, weil auch der verringerte Mehrwertsteuersatz von 2 Prozent, der zuletzt galt, seit dem Jahreswechsel erhöht wurde und auf vier Prozent gestiegen ist. /jk
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