Mallorca-Bettenbank Hotelbeds geht an die Börse
Das größte Unternehmen seiner Art will mit diesem Schritt seinen Wert auf mehr als 5 Milliarden Euro steigern

Der Sitz von Hotelbeds am Flughafen von Mallorca. / DM
Hotelbeds ist die größte Bettenbank der Welt. Ihren Sitz hat das Unternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitern direkt neben dem Flughafen von Mallorca. Der Mutterkonzern von Hotelbeds, die HBX Group, wird an die Börse gehen. Wie die Wirtschaftszeitung "Expansión" zuerst berichtete, ist der Börsenstart für den 12. Februar vorgesehen. Die HBX Group beabsichtigt mit dem Schritt, einen Unternehmenswert von mehr als 5 Milliarden Euro zu erreichen.
Ziel ist vor allem, große Investoren auf die Bettenbank aufmerksam zu machen und die Position des Unternehmens im TravelTech-Sektor zu untermauern - eine Sparte, die derzeit stark wächst.
Gästebetten in rauen Mengen aufkaufen
Hotelbeds wurde vor mehr als 20 Jahren in Palma gegründet und gehörte zunächst zu Viajes Barceló. Seither ist das Unternehmen stetig gewachsen und hat inzwischen einen Platz unter den größten Firmen in Europa im Bereich Technologie in der Reisebranche. Das Geschäftsmodell beruht darauf, dass Hotelbeds große Mengen von Gästebetten in Hotels mit deutlichem Preisnachlass kauft und diese dann an Reiseveranstalter, Reisebüros und Fluggesellschaften weiterverkauft.
Das Unternehmen war 2016 vom Private Equity-Fonds Cinven und dem kanadischen Pensionsfonds Canada Pension Plan Investment Board für 1,2 Milliarden Euro übernommen worden. Auch die schwedische Investorengruppe EQT Partner mischte bei der Transaktion mit. Die HBX Group machte im Jahr 2023 einen Umsatz von rund 8,4 Milliarden Euro. Das waren 40 Prozent mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019.
Kapitalaufstockung von rund 1,25 Milliarden Euro
Der Börsengang von Hotelbeds bedeutet nun allerdings nicht, dass auch Privatpersonen Titel des mallorquinischen Unternehmens kaufen können. Die Anteile sind erst einmal nur institutionellen Investoren vorbehalten. Hotelbeds rechnet zunächst mit einem Zuwachs des Unternehmenswertes von rund 1,25 Milliarden Euro.
So sollen 750 Millionen Euro durch eine Kapitalerhöhung hereingespielt werden. 500 Millionen Euro will die HBX Group durch den Verkauf von Anteilen einnehmen. Mit dem Geld soll die Unternehmensstruktur gefestigt und die Schulden reduziert werden.
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