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Mehr Leute, neue Technik, andere Strategie: Wie Mallorca 2025 die illegale Ferienvermietung bekämpfen will

Durch Gelder von der Touristensteuer konnte mehr Personal eingestellt werden

Der Inselrat wird verstärkt gegen die illegale Ferienvermietung vorgehen.

Der Inselrat wird verstärkt gegen die illegale Ferienvermietung vorgehen. / Bosch

Mallorcas Inselrat hat sich neu für die Jagd auf illegale Ferienvermieter aufgestellt. Das Team an Inspektoren wurde erweitert und eine neue Suchplattform angeheuert. Das gefällt aber nicht jedem.

Die vom umstrittenen Tourismusdezernenten Marcial Rodríguez geleitete Abteilung verfügt nun über 30 Inspektoren. Im vergangenen Jahr waren es 20. Die Aufstockung war dank Gelder von der Tourismussteuer möglich. Von den 15,4 Millionen Euro gehen 11,2 Millionen Euro für Werbekampagnen drauf, die einen nachhaltigen Tourismus fördern sollen. Die restlichen 4,2 Millionen Euro sind für den Kampf gegen die illegale Ferienvermietung angedacht.

17 weitere Mitarbeiter stellte der Inselrat zudem ein. Zwölf davon sollen sich um die Eintreibung der Bußgelder kümmern, die an die illegalen Ferienvermieter vergeben werden. Fünf Angestellte helfen bei der Erstellung der notwendigen Dokumente dazu.

Auch die legalen Anbieter werden kontrolliert

Der Inselrat teilte das Team in zwei Gruppen auf. Eine soll sich darum kümmern, dass die legalen Ferienvermieter nicht vom rechten Weg abkommen. Die andere Gruppe sucht und bestraft die schwarzen Schafe. Nicht allen Inspektoren gefällt diese neue Strategie, was wohl aber auch mit den Vorwürfen gegen Marcial Rodríguez zusammenhängt.

Im vergangenen Juni kaufte sich der Inselrat die Nutzungsrechte der katalanischen Plattform "Talk & Code" für 65.500 Euro für ein Jahr. Auf der Website sind alle Ferienvermietungsanzeigen zusammengefasst, darunter die Inserate bei Booking und Airbnb. Auch das katalanische Tourismusministerium nutzt die Plattform.

Bei der Vorstellung des neuen Werkzeugs im Oktober meinte der Inselrat, dass die Hälfte der dort aufgelisteten 43.000 Angebote illegal oder zumindest verdächtig sind. 40 Prozent der Anzeigen waren von Airbnb, 30 Prozent von Booking. Die Aufgabe der Inspektoren ist es nun, diese Inserate zu prüfen. Das Personal ist damit nicht einverstanden, da die Kontrolleure beim Check selbst Daten eingeben müssen. /rp

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