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Illegale Ferienvermietung: Inspekteure machen bald gemeinsame Sache mit dem Finanzamt

Der Inselrat will am Donnerstag (13.2.) ein Abkommen mit der balearischen Steuerbehörde verabschieden

Protest gegen eine illegale Ferienwohnung in Spanien.

Protest gegen eine illegale Ferienwohnung in Spanien. / D.P.P.

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Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Das Tourismusdezernat des Inselrats verstärkt den Kampf gegen die illegale Ferienvermietung. Wie die Inselbehörde in einer Pressemitteilung bekannt gab, plant die Verwaltung ein Abkommen mit der balearischen Steuerbehörde ATIB.

Das ist vorgesehen

Eine wesentliche Maßnahme im Rahmen der Zusammenarbeit: Fortan sollen es nicht die Inspekteure, sondern die Beamten des Fiskus sein, die Ferienvermieter über Strafen benachrichtigen und die Bußgelder eintreiben. Bislang scheiterte das Einfordern der Gelder häufig daran, dass die Betreiber von illegalen Ferienimmobilien falsche Angaben über ihren Wohnort machten.

Dank der weitaus umfangreicheren Datensammlung der Steuerbehörde soll dieser Mangel nun ausgeglichen werden. Zudem sind die Beamten der ATIB wesentlich erfahrener darin, denjenigen auf die Schliche zu kommen, die ausstehende Gelder nicht bezahlen wollen. Der Inselrat erhofft sich durch die Zusammenarbeit mehr Effizienz beim Kampf gegen das illegale touristische Angebot. Das Abkommen soll bei der nächsten Sitzung des Inselrats am Donnerstag (13.2.) verabschiedet werden.

Tourismusdezernent José Marcial Rodríguez betonte die Bedeutung des Abkommens. Es sei ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die illegalen Aktivitäten, die sich "äußerst negativ auf das gesellschaftliche Zusammenleben auswirken". Zudem sei es ein Nachteil für diejenigen, "die alles richtig machen, was die große Mehrheit ist."

Immer wieder Strafen

In den vergangenen Monaten waren immer wieder Strafen gegen Betreiber von illegalen Ferienwohnungen bekannt geworden. Meistens handelte es sich dabei um Immobilienbesitzer in Palma, die ganze Wohnhäuser ohne Genehmigung an Urlauber vermieteten. Der Inselrat stellt derzeit pro illegal vermieteter Wohnung Strafen von 80.000 Euro aus. Allerdings gehen Schätzungen davon aus, dass es auf Mallorca bis zu 7.000 illegale Ferienapartments und -häuser gibt, sodass es für die Behörden noch viel zu tun gibt.

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