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Bei Barceló Hotels sind (noch) zwei Cousins am Ruder

Einer der Co-Präsidenten, Simón Barceló Tous, wird im November 65 Jahre alt, ein Wechsel steht an

Co-Chefs: Simón Barceló Tous (li.) und Simón Pedro Barceló.

Co-Chefs: Simón Barceló Tous (li.) und Simón Pedro Barceló. / Barceló

Johannes Krayer

Johannes Krayer

Die großen Hotelketten auf Mallorca sind mächtig und weltweit aktiv – und ihr Vermächtnis wandert von einer Generation in die nächste, wobei die Kontrolle stets in der Familie zu bleiben scheint. Meliá, Riu, Iberostar und Barceló gehören europaweit zu den ganz Großen ihrer Branche. Und sie hüten ihr Betriebsgeheimnis gut, wie das Beispiel Barceló zeigt.

Hier dringt kaum etwas nach außen. Noch ist hier die dritte Generation am Ruder. Die Kette ist ursprünglich aus einem 1931 von Simón Barceló Obrador in Felanitx gegründeten Transportunternehmen hervorgegangen. Schon in den Anfangsjahren des Massentourismus auf Mallorca wirkten am Ausbau des Hotelgeschäftes aber seine Söhne Gabriel und Sebastián Barceló Oliver mit – sie übernahmen dann auch die Leitung.

Wie geht es nach dem 65. Geburtstag weiter?

Mit ihrem Eintritt in den Ruhestand – Gabriel selbst hat die Altersgrenze von 65 Jahren in den Statuten festgeschrieben –, übernahmen als Co-Präsidenten Mitte der 90er-Jahre die Söhne der Brüder: die Cousins Simón Barceló Tous und Simón Pedro Barceló Vanrell. Ersterer wird nun im November 65 Jahre alt. Wie es dann weitergeht, ist noch unklar.

Der 58-jährige Simón Pedro Barceló könnte theoretisch alleine weiter an der Spitze des Unternehmens stehen. Allerdings hat er bereits angedeutet, dass sein Cousin zwar seinen Geschäftsführerposten abgeben muss, aber weitere fünf Jahre als Co-Präsident weitermachen könnte.

Mit 26 schon in verantwortungsvollem Posten

Eine endgültige Entscheidung scheint noch nicht gefallen. Der Übergang solle „geordnet und ruhig“ vonstattengehen, teilt das Unternehmen mit. Denn auch hier steht bereits die vierte Generation in den Startlöchern. Da ist zum einen Marta Barceló, die Tochter von Simón Pedro Barceló. Sie trat 2023 in die Unternehmenstochter Crestline in den USA ein. Mit ihren 26 Jahren arbeitet sie bereits als Analystin für die Unternehmensentwicklung.

Ein weiteres Familienmitglied, das Verantwortung in der Firma übertragen bekommen hat, ist Antonio Tovar Barceló, ein Neffe von Simón Pedro Barceló, wobei nicht bekannt ist, in welchem Bereich er arbeitet. Tourismusexperte Juan Franch Fluxá von der Balearen-Universität UIB könnte sich auch ein drittes Familienmitglied auf einem verantwortungsvollen Posten vorstellen. „Fernando Antich Barceló ist ein sehr gut ausgebildeter junger Mann, der unter anderem bereits Posten in der NATO und in der Hafenverwaltung hatte“, sagt der Professor. „Er könnte den Konzern weiterbringen.“

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