Mallorca-Flüge könnten demnächst wieder günstiger werden
Im Zuge der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD ist geplant, die Erhöhung der Luftverkehrssteuer aus dem Mai 2024 wieder zurückzunehmen

Auch wer in Frankfurt gen Mallorca startet, muss derzeit noch die erhöhte Ticketsteuer zahlen. / Foto: Boris Roessler/dpa
Solche Meldungen gab es in der jüngeren Vergangenheit eher selten: Die Flüge von und nach Mallorca könnten in nächster Zeit wieder etwas günstiger werden. Dann nämlich, wenn sich die Verantwortlichen von CDU und SPD im Zuge der Koalitionsverhandlungen darauf verständigen, die Luftverkehrssteuer - auch Ticketsteuer genannt - wieder zu senken.
Eine Einigung bei den Unterhändlern bestehe bereits, wie verschiedene Medien berichteten. Und: Auch die verpflichtende Beimischung des umweltfreundlicheren E-Kerosins soll möglicherweise wieder ein Stück weit zurückgenommen werden. In Deutschland war eine zusätzliche Beimischung über die gültigen EU-Vorgaben hinaus eingeführt worden.
Um diesen Betrag geht es
Sollte die Erhöhung der Luftverkehrssteuer, die zum 1. Mai 2024 zum Stopfen von Haushaltslöchern in Deutschland auf Kurzstreckenflügen - in diese Kategorie fällt auch die Strecke zwischen deutschen Flughäfen und Mallorca - von derzeit 15,53 Euro wieder auf den vorher gültigen Betrag von 12,48 Euro gesenkt werden, könnten die Flugpreise also wieder ein wenig fallen. Eine weniger strenge Auslegung der Richtlinie für das E-Kerosin könnte ebenfalls eine Preissenkung zur Folge haben.
Verantwortliche der Fluggesellschaften hatten 2024 die Erhöhung der Luftverkehrssteuer scharf kritisiert, und selbst die Bundesregierung hatte damals davon gesprochen, dass die Luftverkehrssteuer das Fliegen verteuert habe. „Insbesondere im Bereich der sogenannten Billigflüge kann die Steuer so einen erheblichen Anteil des Gesamtflugpreises ausmachen“, hieß es damals. Die Luftfahrtbranche störte sich nicht nur daran, dass die Passagiere höhere Preise zahlen mussten, sondern drohten auch damit, dass das Angebot an Flugverbindungen in Gefahr sei.
Verbindungen gestrichen
Und tatsächlich strichen vor allem Lowcost-Anbieter im Lauf des Jahres verschiedentlich Verbindungen aus Deutschland, allen voran Ryanair, aber auch Eurowings. Schuld daran waren auch die hohen Flughafengebühren, die die Branche regelmäßig kritisiert. Denkbar ist, dass die Airlines bei Senkung der Luftverkehrssteuer Verbindungen wieder aufnehmen.
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