Jetzt ist es amtlich: Airbnb wird illegale Anzeigen für Ferienwohnungen auf Mallorca entfernen
Der Inselrat hat die Verhandlungen mit der Plattform abgeschlossen. Ab Montag (23.6.) ist die Veröffentlichung von Inseraten mit Lizenznummer obligatorisch

Ein Schlüssel steckt im Schloss einer Airbnb-Ferienwohnung. / Foto: Jens Kalaene/ZB/dpa
Der Inselrat von Mallorca hat nach seinen Verhandlungen mit Airbnb eine Vereinbarung besiegeln können. Am Freitag (20.6.) ist in Madrid die Allianz mit dem multinationalen Konzern geschlossen worden, die nun den Prozess beschleunigen wird, Anzeigen für illegale Unterkünfte auf der Plattform zu entfernen. Darüber hinaus verlangt Airbnb ab Montag (23.6.), dass jede neue Anzeige für Kurzzeitvermietungen auf Mallorca, die auf der Plattform veröffentlicht und beworben wird, eine Lizenznummer aufweist.
Inselratspräsident Llorenç Galmés und der Generaldirektor von Airbnb Marketing Services, Jaime Rodríguez de Santiago, haben die Vereinbarung unterzeichnet. Neben der "Entfernung offensichtlich irregulärer Anzeigen" – etwa provisorische Unterkünfte wie Zelte, Wohnmobile oder Jurten – von der Plattform soll die Vereinbarung laut einer Mitteilung zum Ziel haben, einen "verantwortungsvolleren und respektvolleren Tourismus auf der Insel zu fördern". In den vergangenen Wochen wurden bereits mehr als 130 Anzeigen für rechtswidrige Unterkünfte auf Mallorca gelöscht.

Inselratspräsident Llorenç Galmés und Jaime Rodríguez de Santiago von Airbnb. / DM
Aufklärungskampagne für Gastgeber auf Mallorca
Airbnb hat ein neues Tool eingeführt, das die Einhaltung der Registrierungsanforderungen der neuen europäischen Vorschriften erleichtert, und die Plattform hat sich verpflichtet, Anzeigen zu entfernen, die nicht den lokalen Vorschriften entsprechen. Die Allianz zwischen dem Inselrat von Mallorca und Airbnb reiht sich ein in die jüngsten Vereinbarungen mit dem Inselrat von Ibiza, der Regierung der Kanaren und der Region Murcia.
Das in San Francisco ansässige multinationale Unternehmen wird zudem eine Aufklärungskampagne für seine Gastgeber auf Mallorca starten. Dabei wird besonders auf die neuen europäischen Vorschriften eingegangen, die in Spanien seit Januar in Kraft sind, sowie auf die obligatorischen Registrierungs- und Lizenzanforderungen. Spanien war das erste EU-Land, das diese umgesetzt hat.
Sieg für das Ministerium für Verbraucherschutz
Die Justiz hat die Anordnung des spanischen Ministeriums für Verbraucherschutz, dass Airbnb mehr als 65.000 illegale Anzeigen entfernen muss, bestätigt. Der Oberste Gerichtshof in Madrid hat die Klage der Firma abgewiesen, die die Anordnung als rechtswidrig bezeichnet hatte und nicht befolgen wollte.
In den vergangenen Monaten seien insgesamt drei Resolutionen vonseiten des Ministeriums an die Airbnb-Europazentrale in Irland ergangen, diese als illegal bezeichneten Anzeigen zu entfernen. Der Beschluss des Obersten Gerichtshofs bezieht sich auf die erste Mitteilung, in der die Plattform aufgefordert wurde, 5.800 illegale Anzeigen zu blockieren. Diese Inserate betreffen die Werbung für Ferienwohnungen, die sich auf den Balearen sowie in Andalusien, der Autonomen Gemeinschaft Madrid, Katalonien, der Valencianischen Gemeinschaft und dem Baskenland befinden. /bro
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