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Wappnen gegen den Blackout: Neue Energiespeicheranlagen in Camp de Mar geplant

Derzeit liegen die Pläne zur öffentlichen Einsicht aus. Entstehen sollen 19 Anlagen, die einspringen sollen, wenn es zu einem Stromausfall kommt.

Die Küste von Camp de Mar. Die Anlage soll aber etwa 1,5 Kilometer landeinwärts entstehen.

Die Küste von Camp de Mar. Die Anlage soll aber etwa 1,5 Kilometer landeinwärts entstehen. / Redaktion DM / Sophie

In dem beliebten Küstenort Camp de Mar im Südwesten von Mallorca sollen mehrere größere Energiespeicheranlagen entstehen. Das hat die Bürgermeisterin der zuständigen Gemeinde Andratx, Estefanía Gonzalvo (PP), angekündigt. Nach einem Treffen mit den privaten Projektträgern betonte Gonzalvo zudem, dass es sich um Anlagen "ohne Umweltauswirkungen" handeln werde, die dazu beitragen sollen, die Energieversorgung im Falle eines Stromausfalls zu gewährleisten.

35-Millionen-Euro-Projekt

Die Einrichtung ist in der Nähe der Meerwasserentsalzungsanlage von Camp de Mar vorgesehen, direkt an der Palma-Andratx-Autobahn. Das balearische Energieministerium ist derzeit dabei, das 35 Millionen Euro schwere Projekt zu prüfen. In der Generaldirektion für Energie (Dirección General de Energía) liegen die Pläne auch zur öffentlichen Einsicht aus. Noch bis zum 24. November können Beschwerden eingereicht werden.

Speichern für den Notfall

Die geplanten Anlagen beruhen auf einem Energiespeichersystem mit Batterien, bekannt als BESS (Battery Energy Storage System). Diese Systeme ermöglichen es, elektrische Energie zu speichern und sie bei Bedarf wieder in das Netz einzuspeisen. Insgesamt sollen die Anlagen eine Leistung von über 80 Megawatt (MW) sowie eine Gesamtspeicherkapazität von mehr als 300 Megawattstunden (MWh) bieten. Dabei handelt es sich um 19 individuelle Speichereinheiten, die über eigene Mittelspannungsinfrastruktur und Abführungslinien an das Stromnetz angeschlossen werden.

Dass solche autarken Stromspeichersysteme nicht abwegig sind, zeigen die Erfahrungen aus dem vergangenen Frühjahr: Am 28. April 2025 war es in weiten Teilen Spaniens und Portugals zu einem massiven Stromausfall gekommen, der viele Infrastrukturen über Stunden hinweg lahmlegte. Die Ursachen sind bis heute nicht abschließend geklärt.

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