Hotelabrisse in Calvià starten: Wie die Flächen in Zukunft genutzt werden sollen
Dank der Netx-Generation-Fonds der EU sollen in Magaluf und Peguera zwei veraltete Unterkünfte abgerissen werden

Juan Luis Iglesias
Am Freitag (7.11.) haben in Calvià die Abrissarbeiten zweier veralteter Touristenunterkünfte begonnen: des Hotels Teix in Magaluf nahe der berüchtigten Ausgehmeile Punta Ballena und des Hostals Colón in Peguera. Die Gebäude sollen öffentlichen Projekten weichen – in Peguera entsteht ein Parkplatz mit 14 Parkmöglichkeiten, in Magaluf ein neues Stadtviertel mit moderner Infrastruktur.
An den ersten Abrissen seit Mitte der 1990er Jahre nahmen unter großem medialem und politischem Interesse – weniger jedoch vonseiten der Anwohner – unter anderem die balearische Ministerpräsidentin, Marga Prohens, der ständige Vertreter der Zentralregierung auf den Balearen Alfonso Rodríguez sowie Calviàs Bürgermeister Juan Antonio Amengual teil. Prohens und Amengual bezeichneten den Tag übereinstimmend als „historisch“.
Die Präsidentin betonte, der Tag markiere einen Meilenstein in der „echten Transformation des Tourismusmodells“ auf den Balearen. Anlass sei eine EU-Initiative zur Erneuerung sogenannter „reifer Reiseziele“, die mit Mitteln des europäischen Next-Generation-Fonds finanziert werde. Für Magaluf und Peguera seien sechs Millionen Euro vorgesehen.
Raum für Einheimische
Die Abrisse sollen Raum für neue Nutzung durch Einheimische schaffen und die Modernisierung vorantreiben, erklärte Prohens. Auch in Calas de Mallorca sei ein weiterer Abriss geplant. Zudem wolle die Regierung weitere 15 Millionen Euro aus der Steuer für nachhaltigen Tourismus (Impuesto de Turismo Sostenible, kurz ITS) zur Aufwertung veralteter Hotelanlagen einsetzen.
Am Hotel Teix in Magaluf sagte Bürgermeister Amengual, dass allein der Umbau dort 4,3 Millionen Euro verschlinge, insgesamt betrage die Investition für beide Projekte sechs Millionen Euro, die restlichen 1,7 Millionen gehen an das Projekt in Peguera. Die Gemeinde rechne in dieser Legislaturperiode mit Investitionen von insgesamt 43 Millionen Euro in Infrastruktur und Dienstleistungen.
Der ständige Vertreter der Zentralregierung auf den Balearen, Alfonso Rodríguez – einst selbst Bürgermeister von Calvià – lobte das Projekt als „Beispiel für Qualitätswandel“ und erinnerte daran, dass die Balearen über 260 Millionen Euro an EU-Geldern für die Umgestaltung touristischer Gebiete erhalten hätten.
Ein historischer Vergleich zeigt die Dimension: Zuletzt war im Februar 1996 ein Hotel in der Gemeinde Calvià abgerissen worden – damals das Hotel Atlantic, das in einer spektakulären Sprengung am Strand von Magaluf verschwand. Dort befindet sich heute die Plaza Jacques Sasson mit gastronomischen Angeboten.
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