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Spanien erhöht die Flughafengebühren: Soviel teurer werden Mallorca-Flüge 2026

Die Nationale Kommission für Märkte und Wettbewerb hat einer Erhöhung der Beiträge zugestimmt

Die Flughafengebühren werden im kommenden Jahr erhöht.

Die Flughafengebühren werden im kommenden Jahr erhöht. / Foto: Andreas Arnold/dpa/dpa-tmn

Fliegen dürfte in Spanien im kommenden Jahr wieder etwas teurer werden. Die Nationale Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC) hat für das Jahr 2026 eine durchschnittliche Erhöhung der Flughafengebühren von 6,44 Prozent genehmigt. Im kommenden Jahr liegen die maximalen Gebühren pro Passagier demnach bei 11,02 Euro.

Bei den Flughafengebühren handelt es sich um Beträge, die Aena von den Fluggesellschaften verlangt – etwa für die Nutzung von Terminals, Start- und Landebahnen, Fluggastbrücken, Sicherheitskontrollen usw. Diese Kosten schlagen sich auf den Preis der Flugtickets nieder.

Erhöhung der Preise für Dienstleistungen

Im Juli hatte die CNMC bereits einen Teil der Berechnungsformel überprüft – den sogenannten Index P, der die Preise für Dienstleistungen aktualisiert, die Aena nicht direkt kontrolliert (z. B. Gehälter von öffentlichem Personal, Flugsicherung, Strom oder lokale Abgaben). Um ein tarifliches Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Kosten der angebotenen Dienste zu erreichen, wird die Gebührenerhöhung 2026 nicht einheitlich verteilt, sondern asymmetrisch.

Konkret ergibt sich die stärkste Erhöhung bei den Parkgebühren (12 Prozent). Für Leistungen wie Landung, Sicherheit, meteorologische Dienste und die Nutzung von Fluggastbrücken beträgt die Erhöhung 7,25 Prozent. Für Dienste wie Bodentransit, Infrastruktur­nutzung, Abfertigung (Handling), Catering und Flugbenzinversorgung liegt die Erhöhung bei 5 Prozent.

Konflikt mit Ryanair

Die CNMC ist zuständig für die Überwachung der Tarifvorschläge von Aena und prüft deren Rechtskonformität. Darüber hinaus hat sie auch das Konsultationsverfahren zwischen Aena und den Fluggesellschaften im Hinblick auf die Gebühren für 2026 geprüft und festgestellt, dass es den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Der Vorschlag von Aena hat zu einem Konflikt mit der irischen Billigfluglinie Ryanair geführt, die im Protest gegen aus ihrer Sicht überhöhte Gebühren Basisschließungen und Flugstreichungen angekündigt hat.

Aena und das Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität halten dem entgegen, dass diese Gebühren zu den wettbewerbsfähigsten in Europa gehören und dass man dem „Erpressungsversuch“ von Ryanair nicht nachgeben werde – man wolle das erfolgreiche spanische Modell nicht gefährden, nur damit Ryanair höhere Gewinne erzielt.

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