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Mallorcas Einzelhändler singen den Black-Friday-Blues

Die kleinen Geschäfte leiden unter dem weltweiten Rabatttag. Manche verweigern die Teilnahme

Protest im Schaufenster: Ein Schuhgeschäft im Carrer Unió erklärt die Anti-Black-Friday-Haltung.

Protest im Schaufenster: Ein Schuhgeschäft im Carrer Unió erklärt die Anti-Black-Friday-Haltung. / PSS

Der Black Friday steht noch bevor – doch für die kleinen Geschäfte auf Mallorca sind die Tage jetzt schon düster. Die Umsätze sind derzeit im Keller, da viele Kunden auf die Rabattaktion warten. Zudem gibt es auch weniger Urlauber, die in den Läden einkaufen. Zwar können die inhabergeführten Läden in den kommenden Tagen mit einem größeren Umsatzvolumen rechnen. Allerdings sind die Gewinnmargen durch die Rabatte deutlich kleiner.

Carolina Domingo, Chefin des Einzelhandelsverbands Pimeco, drückt die Stimmung in der Branche so aus: "Wenn man den Black Friday abschaffen würde, würde man uns einen Gefallen tun." Für Joana Manresa vom Einzelhandelsverband Afedeco bringt der große Rabatttag den kleinen Geschäften keine Vorteile: "Im Gegenteil: Sie werden abgestraft."

Manche verweigern die Teilnahme

Die Geschäfte gehen derweil sehr unterschiedlich mit dem Black Friday um. Einige der kleinen Läden bieten die Rabatte neben dem Freitag (28.11.) auch am Donnerstag, Samstag und sogar am Montag an. Andere wiederum verweigern komplett die Teilnahmen. So prangt etwa am Schaufenster eines Schuhladens im Carrer Unió ein großes schwarzes Schild, auf dem die Inhaber ihre Haltung erklären: "Es gibt keinen Black Friday, der unser Handwerk, unser Engagement für Nachhaltigkeit und unsere Liebe zum Natürlichen und zum Slowmade aufwiegen könnte."

Wie groß die Rabatte ausfallen, hängt unter anderem von der Größe der Geschäfte ab. In den größeren Geschäften, vor allem bei Modeketten, können Kunden bis zu 40 Prozent sparen. In den kleineren Läden sind maximal 20 Prozent drin.

Angesichts des Umstandes, dass die kleinen Geschäfte bei den Rabatten nicht mithalten können, wolle man sich auf die eigenen Stärken fokussieren, heißt es von den Branchenvertretern. So sei man beim Kundenservice immer noch im Vorteil.

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