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Lust, ab 2026 die Strandliegen an der Playa de Palma zu vermieten? Das müssen Bewerber wissen

Die Stadt vergibt Lizenzen für die Bewirtschaftung von fünf Stränden. Das bringt einige Verpflichtungen mit sich

Aufgestapelte Strandliegen vor Saisonbeginn an der Playa de Palma.

Aufgestapelte Strandliegen vor Saisonbeginn an der Playa de Palma. / Simone Werner

Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Nach jahrelanger politischer Kabbelei hat die Stadt Palma die Konzession für die Bewirtschaftung der Strände neu ausgeschrieben. Die Betriebslizenz wird für vier Gebiete erteilt, wie das Rathaus am Mittwoch (26.11.) bekanntgab: Neben der Playa de Palma werden auch Konzessionen für Cala Major, Ciutat Jardí, Cala Estància und Can Pere Antoni vergeben. Die Lizenz gilt für vier Jahre (2026-2029), mit einer Option, diese um weitere vier Jahre zu verlängern. Im Fall des Stadtstrands Can Pere Antoni gilt die Lizenz für drei Jahre (2026-2028).

Die Unternehmen, die sich für die Konzession bewerben, wären im Fall einer erfolgreichen Bewerbung für die Vermietung von Strandliegen und Sonnenschirmen sowie die Balnearios und andere Strandkioske verantwortlich. Zu den Aufgaben gehört daneben die Säuberung der Strände sowie das Müllmanagement. Darüber hinaus müssen Türme der Rettungsschwimmer, die öffentlichen Toiletten, die Strandduschen und Mülleimer angeschafft, aufgebaut und instand gehalten werden. Wie Rathaussprecherin Mercedes Celeste mitteilte, würde man bei der Lizenzvergabe vor allem auf die "Qualität, die Nachhaltigkeit und die Innovation" der Vorschläge achten.

Limits bei den Strandliegen

Wie die MZ bereits im Sommer berichtete, hat die Stadt die Anzahl der verfügbaren Strandliegen und Sonnenschirme für kommendes Jahr reduziert. Ab 2026 gelten also folgende Limits:

  • Cala Major: 250 Strandliegen und 125 Sonnenschirme
  • Can Pere Antoni: 94 Strandliegen und 47 Sonnenschirme
  • Ciutat Jardí: 288 Strandliegen und 144 Sonnenschirme
  • Cala Estància: 132 Strandliegen und 66 Sonnenschirme
  • Playa de Palma: 4.436 Strandliegen und 2.218 Sonnenschirme

Zu den Neuerungen der Ausschreibung gehört die Einrichtung einer Badezone für Menschen mit eingeschränkter Mobilität an der Cala Estància. Diese verfügt unter anderem über Geländer, um den Zugang zum Meer zu erleichtern. Grundsätzlich soll die Barrierefreiheit an allen Stränden erhöht werden. Badegäste sollen ab 2027 darüber hinaus über eine App alle Dienstleistungen an den Stränden reservieren können. Die Einrichtung dieser Dienstleistung ist verpflichtend.

Das kostet die Konzession

Die Mindesgebote für die Lizenznahme betragen jährlich:

  • Cala Major: 149.000 Euro
  • Can Pere Antoni: 50.000 Euro
  • Ciutat Jardí: 137.000 Euro
  • Cala Estància: 45.000 Euro
  • Playa de Palma: 3,1 Millionen Euro

Seit längerem ein Dauerbrenner

Die Konzession für die Bewirtschaftung der Strände ist gerade im Hinblick auf die Playa de Palma ein Dauerthema. Im Mittelpunkt steht dabei der bisherige Lizenznehmer Mar de Mallorca. Das Unternehmen verwaltet die Playa seit 1997. Damals unterschrieb die Firma einen Vertrag über 25 Jahre. Dieser wurde nach Ablauf mehrfach verlängert, zuletzt 2024. In den ersten beiden Jahren ihrer Amtszeit hatte es die 2023 gewählte Stadtverwaltung nicht geschafft, den Betrieb rechtzeitig auszuschreiben. Die Folge: Die Lizenz wurde verlängert.

Im Februar 2024 klagte Mallorcas größter Umweltschutzverband Gob beim Stadtrat gegen die Verlängerung. Die Umweltschützer sprachen von einem "geschützten Monopol" und erklärten, dass man „nicht zulassen könne, dass ein so wichtiger Strandabschnitt mit (den bislang) 6.000 Liegen, 3.000 Sonnenschirmen und zahlreichen Wassersporteinrichtungen noch nie gemäß den Regeln zur Bewirtschaftung vergeben wurde“.

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