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Zukunft ungewiss: Mitarbeiter von Mar de Mallorca bangen um Jobs an der Playa de Palma

Die Stadt Palma schreibt die Strandbewirtschaftung an der Playa de Palma neu aus. Unklar ist, wie es für die langjährigen Mitarbeiter weitergeht. Die Verunsicherung ist groß

Noch ist unklar, wer ab 2026 die Playa de Palma bewirtschaftet.

Noch ist unklar, wer ab 2026 die Playa de Palma bewirtschaftet. / Zafirus

Die rund 60 Mitarbeiter des Unternehmens Mar de Mallorca, das in den vergangenen 28 Jahren die Playa de Palma bewirtschaftet hat, bangen um ihre berufliche Zukunft. Nachdem das Rathaus vergangene Woche eine neue Ausschreibung der Dienstleistungen bekanntgegeben hat, ist für die Arbeiter völlig unklar, wie es für sie weitergeht.

Viele Bedingungen

Zwar soll in der neuen Ausschreibung festgelegt werden, dass die Mitarbeiter vom neuen Lizenznehmer übernommen werden. Doch Garantien gebe es dafür keine, heißt es aus dem Betriebsrat. Und auch eine andere Sorge treibt die Arbeiter um: "Die Stadt stellt unheimlich viele Bedingungen für die Lizenznehmer. Wir befürchten, dass die Ausschreibung ohne Entscheidung ausgeht", erklärt Enrique Vázquez, Chef des Betriebsrats.

Am Sonntag (30.11.) war der letzte Arbeitstag der Mitarbeiter, die nicht nur für die Vermietung der Strandliegen, sondern unter anderem auch für die Instandhaltung der Grünflächen und die Sauberkeit des Strandes verantwortlich sind. Seither befinden sie sich in einem arbeitsrechtlichen Limbo. Sie wissen weder wann es wieder losgeht uund welches Unternehmen verantwortlich sein wird, noch, ob ihre Jobs dann überhaupt noch existieren.

Die Mitarbeiter erwägen nun, die Stadt Palma zu verklagen. Sie wollen gerichtlich erwirken, dass ihre Weiterbeschäftigung geregelt wird. Vorher gibt es noch am Dienstag (2.12.) ein Treffen vor dem balearischen Schiedsgericht Tamib. Allerdings glaubt keiner im Betriebsrat daran, dass eine Lösung gefunden wird.

Jahrelange Diskussionen

Das Rathaus hatte Ende November die neue Ausschreibung bekanntgegeben – und damit ein Ende jahrelanger Diskussionen eingeleitet. Im Mittelpunkt der Debatte steht dabei der bisherige Lizenznehmer Mar de Mallorca. Das Unternehmen verwaltet die Playa seit 1997. Damals unterschrieb die Firma einen Vertrag über 25 Jahre. Dieser wurde nach Ablauf mehrfach verlängert, zuletzt 2024. In den ersten beiden Jahren ihrer Amtszeit hatte es die 2023 gewählte Stadtverwaltung nicht geschafft, den Betrieb rechtzeitig auszuschreiben. Die Folge: Die Lizenz wurde verlängert.

Im Februar 2024 klagte Mallorcas größter Umweltschutzverband Gob beim Stadtrat gegen die Verlängerung. Die Umweltschützer sprachen von einem "geschützten Monopol" und erklärten, dass man „nicht zulassen könne, dass ein so wichtiger Strandabschnitt noch nie gemäß den Regeln zur Bewirtschaftung vergeben wurde“.

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