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So soll Palmas altes Gesa-Gebäude zum neuen Zentrum für Kultur und Innovation auf Mallorca werden

Palma investiert rund 90 Millionen Euro in das historische Gesa-Gebäude. Geplant ist ein Kultur- und Innovationszentrum mit Museum, Bibliothek, Co-Working-Spaces und mehr

Das Gesa-Gebäude soll zum Innovationszentrum umgebaut werden – auch unterirdisch (edificios soterrados)

Das Gesa-Gebäude soll zum Innovationszentrum umgebaut werden – auch unterirdisch (edificios soterrados) / DM

Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Die Stadt Palma hat ihr nächstes städtebauliches Groß-Projekt präsentiert: Die Umwandlung des denkmalgeschützten Gesa-Gebäudes in ein Kultur- und Innovationszentrum. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch (3.12.) erklärte Bürgermeister Jaime Martínez seine Pläne für das eindrucksvolle Haus des Architekten Josep Ferragut, das seit über 15 Jahren leer steht.

30,5 Millionen Euro hatte die Stadt im Februar für das Gebäude bezahlt, das sich nur einen Steinwurf vom Stadtstrand Can Pere Antoni entfernt befindet. Weitere 90 Millionen Euro sollen nun in die Umwandlung gesteckt werden. Von Außen betrachtet wird sich wenig verändern. Das Gebäude kann nicht verändert werden, selbst Einrichtungsgegenstände wie die Lampen werden beibehalten. Die Grünflächen bleiben ebenfalls erhalten. Aber es werden unterirdische Gebäude entstehen, da das Haupthaus allein kaum die Fülle an geplanten Einrichtungen beherbergen kann.

Was geplant ist

Unter anderem ist Folgendes in den Gebäuden geplant:

  • die Zentrale des Innovationszentrums Palma Culture & Innovation Bay
  • ein neues Kunstmuseum, das wahrscheinlich in Zusammenarbeit mit dem Thyssen-Museum betrieben werden soll
  • Räume für das städtische Kulturinstitut
  • Ateliers für Künstler
  • ein Museum der Energie (als Verweis auf die Geschichte des Gebäudes als Zentrale des Energieversorgers Gesa)
  • ein Bürgerbüro
  • eine neue Zentralbibliothek, inklusive Mediathek
  • das städtische Film- und Fotoarchiv
  • ein (bereits bestehendes) Auditorium für Veranstaltungen
  • Co-Working-Spaces sowie Räumlichkeiten für Start-Ups und Unternehmensprojekte im Rahmen des Innovationsbezirks Nou Llevant
  • dringend benötigte Lagerräume für städtische Behörden
  • im Außenbereich soll ebenfalls eine Zone für Ausstellungen, etwa Skulpturen, eingerichtet werden
  • ein Gastronomiebereich
  • ein unterirdisches Parkhaus
Charakteristischer Bau im Osten von Palma: das Gesa-Gebäude.

Charakteristischer Bau im Osten von Palma: das Gesa-Gebäude. / DM

Ideenwettbewerb

Für die konkrete Gestaltung ruft die Stadt nun einen Ideenwettbewerb für Architekturbüros aus. Die Jury wird sich aus Vertretern der Stadt, Anwohnerverbänden sowie Fachleuten für Architektur und Städtebau zusammensetzen. Die Bewerber können sich kreativ austoben, was die Verteilung der verschiedenen Nutzungskonzepte angeht. Aber sie sind an folgende Einschränkungen gebunden: Das Hauptgebäude muss das neue Kunstmuseum beherbergen und die freie Grünfläche muss Fußgängerströme zwischen den Gebäuden bündeln und lenken.

Bewerbungsfrist ist am 1. April 2026. Geplant ist, dass die Bauarbeiten im Jahr 2028 beginnen und 2030 fertiggestellt sind. Damit hätte man einen zeitlichen Puffer, bevor Palma ein Jahr später nach Willen der Stadtverwaltung die Europäische Kulturhauptstadt ist.

Bürgermeister Martínez hofft, dass der neue Komplex zu einem "Bezugspunkt für die Stadt und zu einem Symbol des Palma der Zukunft" wird. „Mit diesem Projekt holen wir uns die Meeresfront zurück, verbessern die Verbindung der Stadt mit dem Meer und stellen diesen Raum in den Dienst der Bürgerschaft – vollständig angepasst an das Palma des 21. Jahrhunderts“, erklärte der Bürgermeister.

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