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Veto gegen "Party Boats": Hafenbehörde in Palma verbannt die umstrittenen Boote

Der Hafen von Palma verbannt Partyboote und setzt auf umweltfreundliche, familienorientierte Angebote – alle Details zur neuen Konzession am Muelle de las Golondrinas

Urlauber stehen an der Muelle de las Golondrinas Schlange, um ein Boot zu besteigen.

Urlauber stehen an der Muelle de las Golondrinas Schlange, um ein Boot zu besteigen. / Miguel Vicens

Die Hafenbehörde der Balearen (APB) hat am Mittwoch (10.12.) beschlossen, die Verwaltung der Liegeplätze der Muelle de las Golondrinas gegenüber vom Auditorium auszuschreiben. Die Konzession umfasst die Verwaltung von zwei Liegeplätzen der Schiffsanlegestelle, die für den künftigen Bus Nàutic (Wasserbus) vorgesehen sind. Aber die große Neuerung dabei ist, dass sie auch ein Verbot der umstrittenen Partyboote festschreibt.

Demnach dürfen nur Boote wie Handelsschiffe oder solche für den Personentransport bedient werden hier anlegen. "Ausdrücklich ausgeschlossen sind jene, die im touristischen Register des Inselrats eingetragen sind, welches ihnen erlaubt, Partys oder Tanz an Bord mit Musik zu organisieren, bekannt als Party Boats“, erklärt die APB in einer Mitteilung.

"Vandalismus und das Gefühl des Kollapses"

Die Entscheidung entspreche der Zusage des Hafens gegenüber den Anwohnern der Zone. Diese hätten in den vergangenen Monaten Beschwerden über Lärm und Belästigungen durch einige der Touristen, die die Muelle de las Golondrinas nutzen, übermittelt. Daher plane die APB auch, in Kürze eine kommunale Verordnung zu verabschieden, die das Verhalten in den öffentlichen Bereichen des Hafens regelt.

Der Präsident der APB, Javier Sanz, erklärte: "Vandalismus, das Gefühl des Kollapses aufgrund von Menschenansammlungen und ein schlechtes Image des Hafens und der Stadt sind weitere Beschwerden, die uns die Anwohner übermittelt haben – und die wir uns bei der APB vorgenommen haben, zu unterbinden." Der Bürgermeister von Palma, Jaime Martínez, hatte bereits im Oktober angekündigt, dass er die Zusage von Sanz habe, die "Party Boats" am Passeig Marítim verbieten zu wollen. "Wir haben ihnen die Notwendigkeit des Verbots zugetragen. Nicht nur unseren Willen, sondern die Forderung dazu", so der Bürgermeister.

Bus Nàutic und Konzessionsbedingungen

Die zu bewirtschaftende Fläche umfasst den Pier für den lokalen Verkehr und die Wasserfläche, an der die Ausflugsboote anlegen, was insgesamt 17.000 Quadratmeter Hafengebiet im öffentlichen Besitz bedeutet. Der Konzessionär muss zwei Liegeplätze für den Bus Nàutic bereitstellen – den öffentlichen Dienst, den die APB einrichten wird, um Gebiete des Hafens von Palma auf dem Seeweg mit der Stadt zu verbinden. Hinzu kommen zwei weitere Plätze für Transitboote, die Passagiere an Bord nehmen und ausschiffen.

Auf diesen Strecken soll der Bus Nàutic verkehren.

Auf diesen Strecken soll der Bus Nàutic verkehren. / APB

Als Neuerung in dieser Ausschreibung ist das Unternehmen, das den Zuschlag erhält, verpflichtet, kulturelle und familiäre Aktivitäten für alle Zielgruppen ins Programm zu nehmen, um das Terminal insbesondere in der Nebensaison zu beleben. Als Vorschlag wird die Möglichkeit genannt, unter anderem kostenlose Fahrten für Kindergruppen, Ausstellungen oder Kindertheater mit Hafen- oder Seethemen anzubieten. Umweltfreundliche Angebote sollen bevorzugt werden. Die Laufzeit der Konzession darf zehn Jahre nicht überschreiten.

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