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Gute Nachricht für Mallorcas Fischer: 143 Fangtage im Jahr 2026 erlaubt

Die EU hat sich auf neue Fangzeiten im Mittelmeer geeinigt: Mallorcas Fischer dürfen im kommenden Jahr an 143 Tagen ausfahren

Fischer auf Mallorca.

Fischer auf Mallorca. / Bernardo Arzayus

Die Fischer auf Mallorca dürfen im kommenden Jahr an durchschnittlich 143 Tagen ausfahren. Dies haben die Fischereiminister der EU am Samstag (13.12.) beschlossen. Die Regelung gilt für das gesamte Mittelmeer. Spaniens Minister Luis Planas erklärte, die Verhandlungen seien sehr zäh gewesen. Die EU-Kommission hatte ursprünglich lediglich 9,7 Arbeitstage pro Boot vorgeschlagen – für das komplette Jahr.

Domingo Bonnín, Präsident der balearischen Berufsfischer, zeigte sich weitgehend zufrieden mit der Einigung. "Wir sind glücklich, denn es hätte durchaus schlimmer ausgehen können. Wir hatten aber darauf gehofft, dass wir ein paar Tage mehr bekommen, da sich die Bestände erholt haben." Deutliche Worte fand er hinsichtlich des Vorschlags der EU-Kommission, die Zahl der Arbeitstage drastisch zu senken: "Das ist beschämend. Ein Fischerboot ist letztlich ein Unternehmen. Wie soll man an nur neuneinhalb Tagen im Jahr arbeiten dürfen?" Die Fischer hoffen, bald genaue Details zu den möglichen Arbeitstagen zu erfahren, um rasch in die Planung für kommendes Jahr starten zu können.

70 Prozent mit Schleppnetzen gefangen

Der Anteil der örtlichen Fischer am Fischkonsum der Balearen liegt bei rund 15 Prozent. Rund 70 Prozent der Fische im Meer vor den Balearen werden mit Schleppnetzen gefangen. Bonnín betont, die Beschränkungen der Arbeitszeiten der Fischer würden die Balearen besonders hart treffen: "Wir haben hier auf 1.400 Kilometern Küste 30 Boote, die mit Schleppnetzen arbeiten. In Valencia beispielsweise sind es 200 Boote auf rund 400 Kilometer Küste."

Der balearische Fischereiminister Joan Simonet bewertete die Einigung als positiv. "Es ist eine gute Nachricht für die Balearen." Sie sei auch das Ergebnis einer guten Arbeit, die das spanische Fischereiministerium in Zusammenarbeit mit den regionalen Ministerien gemacht habe, erklärte der Minister. /pss

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