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Mega-Umbau am Hafen von Palma: 240 Millionen Euro für neue urbane Oase am Meer

Grünflächen, Forschungszentren und neue zusätzliche Parkplätze gehören zu den umfassenden Plänen

So soll der neue Hafen in Palma aussehen.

APB

Miguel Vicens

Miguel Vicens

Die Hafenbehörde der Balearen hat am Freitag (19.12.) den Masterplan für den umfassenden Umbau des Hafens von Palma vorgestellt. Die Umgestaltung soll bis 2037 dauern, rund 240 Millionen Euro kosten und eine Fläche von 400.000 Quadratmetern umfassen.

Laut Behördenchef Javier Sanz beruht das Projekt auf einem breiten Konsens von mehr als 60 gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und institutionellen Interessensgruppen. Vorgesehen sind tiefgreifende Veränderungen: Die Werften und die gesamte Nautikbranche – rund 800 Firmen mit 5.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro – sollen an den Dic del Oest in der Nähe des Einkaufszentrums Porto Pi verlagert werden. Gleichzeitig sollen die Kreuzfahrtaktivitäten mit rund 500 Anläufen von Kreuzfahrtschiffen pro Jahr und rund zwei Millionen Passagieren weiterhin am Moll de Ponent gebündelt bleiben.

Grünflächen am Meer

Die durch die Verlagerungen frei werdenden Flächen in der Nähe der Altstadt sollen künftig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Kaianlagen Moll Vell und Contramuelle-Mollet sowie die bisher kommerziell genutzten Docks sollen in Erholungs- und Kulturzonen umgewandelt werden – mit insgesamt mehr als 55.000 Quadratmetern Grün- und Freizeitflächen.

Im Zuge des Umbaus soll auch das bestehende Ausbildungszentrum für Berufe in der Nautik und der Fischerei in neue Räume auf dem Gelände des Dic del Oest umziehen. Dort soll zudem ein zweites Gebäude für die Ausbildung entstehen. In dem Bereich, in dem sich derzeit die Werften befinden – auf der Höhe des Es Baluard –, soll ein unterirdisches Parkhaus gebaut werden. Zusätzlich soll am Muelle de las Golondrinas, weiter westlich auf Höhe des Beginns der Avenida Joan Miró, die Zahl der oberirdischen Parkplätze auf 120 erhöht werden.

Eine besondere Neuerung ist die geplante Wiederherstellung des historischen Moll de la Riba in der Nähe der Kathedrale. Der Kai war 1965 zerstört worden. Nun soll er als öffentlicher Spazierweg neu entstehen – inklusive einer detailgetreuen Versetzung des ursprünglichen Leuchtturms, Stein für Stein, an das Ende des Kais.

Neue Segelschule und Forschungszentrum

Geplant ist außerdem, am neuen Moll de la Riba eine städtische Segelschule mit direktem Zugang zum Meer zu bauen. Sie soll zugleich als Leistungszentrum für Regatta- und Kanusport dienen.

In den Bereichen Moll Vell und an den kommerziellen Kaianlagen soll der Fokus künftig auf Innovation und Wissenstransfer liegen. Geplant sind unter anderem neue Gebäude für das Ozeanografische Zentrum der Balearen, das bereits bestehende Meeresforschungsinstitut SOCIB, ein Innovationszentrum für nautische Technologien namens „Sant Box“ sowie ein weiteres Zentrum zur Wissensvermittlung.

Die Ausschreibung für die Gestaltung des neuen Hafens ist am Freitag gestartet – mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU und auf der staatlichen Ausschreibungsplattform. Fünf Planungsteams sollen ausgewählt werden, um technische und wirtschaftliche Entwürfe zu erarbeiten. Der finale Entwurf soll bis Sommer 2026 vorliegen.

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