Palma begrenzt Teilnehmerzahl bei Stadtführungen: Das sollten Urlauber jetzt wissen
Engpässe bei Stadtführungen und höhere Preise: Palmas neue Regelung zur Gruppengröße sorgt für Diskussionen - und hat direkte Auswirkungen auf die Angebote

Die Stadtführungen in Palma sind ab sofort nur noch mit maximal 35 Personen (inklusive Guide) erlaubt / B. Ramon
Seit Anfang des Monats gilt eine umstrittene neue Regelung im Zentrum von Palma: Ab sofort dürfen Touristengruppen, die mit einem Stadtführer unterwegs sind, maximal 35 Personen umfassen. Zuvor waren Gruppen von bis zu 70 Personen erlaubt gewesen. Schon im vergangenen Frühjahr, als die entsprechende Änderung der Benimmregeln (ordenanza cívica ) vom Rathaus auf den Weg gebracht worden war, hatten einige Guides die Neuregelung scharf kritisiert.
Erbetener Aufschub abgelehnt
Tatsächlich hatte die Stadtverwaltung zwischenzeitlich mit dem Gedanken gespielt, die Begrenzung noch etwas aufzuschieben und so einer Forderung der Arbeitgeberverbände nachzukommen. Diese hatten darum gebeten, die Limitierung weiter hinauszuzögern, um mehr Zeit zu haben, sich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen - einige der Touren und Führungen für Anfang 2026 waren nämlich im vergangenen Frühjahr bereits von den Kunden gebucht und bezahlt worden. Aus einer Großgruppe einfach zwei kleinere zu machen, sei aber schwierig, weil es schlicht an qualifizierten Guides mangele, so die Anbieter. Der Aufschub hätte der Branche helfen können, da der Inselrat im ersten Quartal 2026 spezielle Ausbildungskurse für neue Fachkräfte im Sektor anbieten will. Ein Gutachten der städtischen Rechtsdienste empfahl jedoch, die Limitierung nicht weiter hinauszuzögern.
Hintergrund
Dass überhaupt eine Begrenzung der Urlaubergruppen angeordnet wird, ist auf zahlreiche Beschwerden der Anwohner von Palmas Innenstadt zurückzuführen. Gerade in den engen Gassen der Altstadt verursachten die großen Gruppen vor allem in den ohnehin überfüllten Sommermonaten regelmäßige "Staus" unter den Fußgängern.
Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung die maximale Teilnehmeranzahl sogar auf nur 20 Personen beschränken wollen, sie dann aber nach Protesten der Arbeitgeberverbände Abactur und Aviba auf 35 hochhandeln lassen.
Die neue Regelung dürfte direkte Konsequenzen auf zahlreiche Tour-Angebote haben. Wie Insider der Branche berichten, sei es wahrscheinlich, dass die Angebote nun deutlich teurer würden - schließlich muss auch mehr Personal eingesetzt werden.
Ohne Lautsprecher oder Megafone
Konkret heißt es nun in der neuen Verordnung: „Handelt es sich um geführte Gruppen zu touristischen Zwecken, so sind diese auf maximal 35 Personen einschließlich des Reiseleiters zu beschränken. Die Nutzung von Lautsprechern oder Megafonen ist nicht erlaubt; die Verwendung von Audioguides wird empfohlen."
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