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Mallorca-Urlaub 2026: Diese Hotelkette plant die nächsten Preiserhöhungen

Nach Rekordgewinnen und hoher Auslastung setzt Barceló auf Expansion – mit elf neuen Hotels und höheren Preisen

Billiger, aber auch schön: Barceló-Hotel in Marokko.

Billiger, aber auch schön: Barceló-Hotel in Marokko. / Barceló

Neue Erhöhung der Hotelpreise: Die mallorquinische Hotelkette Barceló rechnet für 2026 mit einem weiteren Preisanstieg von durchschnittlich etwa vier bis fünf Prozent, nachdem die Preise 2025 bereits um sechs bis sieben Prozent gestiegen sind – auch wenn das je nach Hotel unterschiedlich ausfällt. „Es gibt Hotels und Regionen, die unter dem Vorjahresniveau liegen, und andere, die in Renovierungen investiert haben und dadurch stärker zulegen können. Aber es gibt weiterhin einen sehr großen Unterschied zwischen dem, was eine Nacht im Hotel im Rest von Europa kostet, und dem, was sie in Spanien kostet“, erklärte der CEO der Gruppe, Raúl González.

Laut González habe die Auslastung der Häuser – die bereits im oberen Bereich liegt (rund 90 Prozent) – kaum noch Wachstumsspielraum. In einigen Gegenden sehe man sogar bereits Rückgänge. „Zum Beispiel hatten wir auf den Balearen einzelne Reiseziele, in denen die Auslastung im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist“, sagte er. Der Grund? „Der Markt erreicht irgendwann einen Punkt, an dem er nicht mehr hergibt. Und dann gibt es auch eine strategische Frage: Du setzt auf höhere Preise, der Nachbar ist unsicher, senkt den Preis – und dann bleibst du auf deiner Strategie sitzen“, so González.

Trotzdem wachse die Tourismusbranche weiter, wenn auch langsamer als in den Jahren nach der Pandemie. 2025 fuhr Barceló das beste Ergebnis seiner Geschichte ein: einen Nettogewinn von über 300 Millionen Euro. „Wir sind noch nie auf diesem Niveau gewachsen“, betonte González. Das Unternehmen – mit Hotels in Eigentum, Pacht und Management – erzielte einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro, sechs Prozent mehr als im Vorjahr.

500 Millionen Euro pro Jahr investieren

Barceló will Ende Januar seinen neuen Strategieplan verabschieden, mit einer doppelten zeitlichen Perspektive (2026–2028 und 2028–2031) und dem Ziel, jährlich 500 Millionen Euro zu investieren. 85 Prozent davon sollen in Regionen fließen, in denen die Gruppe bereits präsent ist, 15 Prozent in neue, aufstrebende Reiseziele.

Konkret plant Barceló elf Neueröffnungen im Jahr 2026, nachdem im Vorjahr sieben Häuser eröffnet wurden. Hervorgehoben werden dabei das erste Hotel der Marke Royal Hideaway in Marokko (Royal Hideaway Casablanca) sowie das Palacio San Juan Royal Hideaway Hotel in Murcia, das zum ersten Fünf-Sterne-Hotel der Stadt werden soll. Außerdem ist das Barceló Tiflis Georgia geplant – das erste Hotel der Gruppe im Land. Zusätzlich werden nach Renovierungen das Barceló Santa Cruz Contemporáneo, das Barceló Roma, das Barceló Valladolid und das Barceló Dresden Newa wiedereröffnet.

Immobilien zu teuer für Barceló

Die Hotelgruppe – eine „rara avis“ in der Branche mit null Nettoverschuldung und einer Liquidität von rund 300 Millionen Euro – kritisiert derweil die Preise, die für den Erwerb von Hotelimmobilien aufgerufen werden. Vor allem in Spanien führe das dazu, dass man sich stärker auf andere Märkte ausrichte. „Uns kommt alles extrem teuer vor, deshalb kaufen wir nicht. Wir glauben, dass es in anderen Märkten Chancen gibt, bei denen wir höhere Renditen erzielen“, sagte González. Als Beispiele nennt er Hotelkäufe in Marokko, Mexiko oder Tunesien.

„Wir würden gerne weiter in Spanien wachsen, aber wir glauben, dass es in Madrid und Barcelona kaum noch Chancen gibt. Es wird Leute geben, die bereit sind, deutlich niedrigere Renditen zu akzeptieren als wir“, räumte González ein. Das Problem sei, dass alle (Hotelketten und Investmentfonds) das Gleiche suchen: „Am Ende gehst du an einen Ort, an dem nicht alle um dieselben Objekte kämpfen.“

Zu den neuen Zielen von Barceló gehört auch der Kauf von Betreiberfirmen (Hotelmanagement-Gesellschaften) in Märkten, in denen die Gruppe bereits präsent ist, um Synergien zu nutzen. Gleichzeitig schließt das Unternehmen nicht aus, bei Gelegenheit auch in neue Destinationen einzusteigen. „In Südostasien haben wir uns eine Managementgesellschaft mit 30 Hotels angeschaut, die uns geholfen hätte, in dieser Region zu wachsen“, erklärte er.

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